POLITIK

Balver Stau-Schau: Ausschusschef Lorenz Schnadt greift MK an

Balve, Hönnetalstraße: Die Netto-Baustelle war von Pleiten, Pech und Pannen begleitet.

Balve, Hönnetalstraße: Die Netto-Baustelle war von Pleiten, Pech und Pannen begleitet.

Foto: Jürgen Overkott/WP

Balve.  Stau-Schau im Rathaus. Ausschusschef Lorenz Schnadt greift den Kreis frontal an. Er sieht ihn als Schuldigen fürs Verkehrschaos im Sommer.

Harte Kritik hat der Vorsitzende des Ratsausschusses Umwelt, Planung, Bau, Lorenz Schnadt (UWG), am Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises im Rückblick auf das Baustellen-Management an der Hönnetalstraße geübt. Er sagte am Dienstagabend in der Sitzung im Rathaus: „Es hat keine Koordination gegeben – man hat es einfach laufen lassen.“

Die Ausschussmitglieder stimmten Schnadt zu. Schnadt brachte zudem eine ausdrückliche „Missbilligung“ ins Gespräch. Die Stadt zahle dem Kreis sechs Millionen Euro an Kreisumlage. Beim Bau der Netto-Abbiegespur an der Hönnetalstraße habe der Kreis schlechte Arbeit geleistet. So habe der Kreis auf überraschende Ereignisse bei der Baumaßnahme nicht angemessen reagiert.

Rechtzeitige Kommunikation hilft

Verwaltungschef Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) sagte, der private Auftraggeber der Abbiegespur sei „nicht immer sehr kommunikativ“ gewesen. Dabei helfe rechtzeitige Kommunikation, Bürger auf Baustellen vorzubereiten.

CDU-Ausschusssprecher Alexander Schulte schlug vor, einen Straßen-Fachmann des Kreises zu Ablauf und Koordination der Baumaßnahme zu befragen. Mühling riet, den Vertreter des Kreises in eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses einzuladen.

Er kritisierte Bürger, die während der Bauphase Radwege als Abkürzung genutzt haben. Demnach nahmen sie die Gefährdung von Radfahrern in Kauf.

Kritik von Anwohnern am als schleppend empfundenen Fortgang der Bauarbeiten in der Dreikönigsgasse wies Mühling jedoch zurück. Zu flach verlegte Leitungen haben demnach für 14 Tage Extrazeit gesorgt. Das sei der Baufirma jedoch nicht anzulasten. Zugleich verteidigte Mühling die Baufirma. Mehr als drei Bauarbeiter seien in der Dreikönigsgasse nur dann einsetzbar, wenn sie komplett geschlossen werde. Das jedoch wollen weder Anwohner noch Parkplatzbetreiber Sparkasse.

Mühling sagte, die Anwohner seien sieben Mal über die Arbeiten informiert worden. Inzwischen seien die Kabel verlegt, die Straße ausgekoffert. Die Restarbeiten sollen zügig abgewickelt werden. Mitte November soll die Straße fertig sein.

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