UNTERRICHT

Balves Realschul-Lehrer bereits für digitalen Unterricht

An der Realschule kann der iPad-Unterricht beginnen: Romina Krollmann, Nina Fröhling, Regine Pütthoff und Frank Klare (von links)

An der Realschule kann der iPad-Unterricht beginnen: Romina Krollmann, Nina Fröhling, Regine Pütthoff und Frank Klare (von links)

Foto: Jürgen Overkott

Balve.   Lange haben Balver Realschul-Lehrer daran gearbeitet. Ziele haben sie gesetzt, Programme und Geräte beschafft. Heimische Firmen halfen.

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Der Unterricht an der Realschule Balve wird digital. Dafür müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst müssen sich die Lehrer über Unterrichtsziele verständigen, dann müssen sich mit Geräten und Programmen auseinandersetzen. Schließlich, in einem dritten Schritt, folgen die Schüler. Los geht’s nach den Sommerferien. Am Freitag erzählte Schulleiterin Nina Fröhling aber noch eine andere Geschichte.

Was auf die Schüler zukommt, hat sie bereits dargestellt. Jetzt war der Rektorin wichtig zu zeigen, dass ihr Kollegium bestens auf den Unterricht der Zukunft vorbereitet ist. Tatsächlich berichteten zwei erfahrene Lehrer – Geisteswissenschaftlerin Regine Pütthoff und Naturwissenschaftler Frank Klare – von ihrer Begeisterung für digitale Medien. Vom Papier-Zeitalter nehmen sie gern Abschied, auch von der Kreide-Zeit an der Tafel. Längst haben Whiteboards die guten, alten Tafeln abgelöst. Unterricht per Laptop und iPad sei „bequemer“. Probleme bei der Umstellung von analog auf digital sehen beide Pädagogen nicht. Das gehe „sehr fix“, hieß es. Im Gegenteil: Regine Pütthoff und Frank Klare sehen in der Wissensvermittlung am Rechner „noch ganz viel Potential“.

Heimische Unternehmen helfen

Rektorin Fröhling betonte, dass eine Mediengruppe an der Realschule bereits seit drei Jahren an zeitgemäßen Lehrplänen bastele. Das Kollegium sei geschult, die iPads vorhanden.

Und damit beginnt die eigentliche Geschichte. Sie handelt davon, dass die öffentliche Hand Schulen nicht so schnell gewünscht mit modernem Gerät und aktuellen Programmen versorgen kann. An dieser Stelle springen heimische Unternehmen ein. Die Sparkasse gab Geld für sieben Tablet-Computer, wie die iPad auch genannt werden. 18 Geräte spendierte das Neuenrader Unternehmen Echterhage. Mehr noch: Der Spezialist für Metallverarbeitung stellt nicht nur Geld, sondern auch Personal.

Hilfe bei der Berufswahl

Obendrein unterstützt die Firma Schüler bei ihrer Berufswahl. Das betonte Personalerin Romina Krollmann. „Wir haben einen Workshop für sechs Schüler angeboten. Sie wurden nachmittags abgeholt. Das ging über sechs Wochen.“ Am Ende hatten die Sechs, darunter zwei Mädchen, etwas Eigenes in der Hand: „Mensch, ärgere Dich nicht“.

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