BAUSTELLE

Dreikönigsgasse: „Baufirma kommt aus Lachen nicht heraus“

Dreikönigsgasse im März

Dreikönigsgasse im März

Foto: Jürgen OIverkott / WP

Balve.  Die Baustelle Dreikönigsgasse ist ein Politikum - wegen der Anliegerbeiträge. Heinz Friedriszik ist mit dem Fortgang der Arbeiten unzufrieden.

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Hotelier Heinz Friedriszik vom Haus Drei Könige ist unzufrieden mit dem Fortgang der Bauarbeiten in der Dreikönigsgasse. Die Neugetaltung kostet mindestens 430.000 Euro. Lange sah es so aus, als müssten Anlieger wie er 80 Prozent der Kosten tragen. Nach neuesten Plänen der CDU-FDP-Regierung soll der Anliegerbeitrag halbiert werden. Es wäre, wenn es denn so kommt, immer noch ein fetter Betrag.

Friedriszik schreibt:

„Ein Schüppchen hier, ein Schüppchen da, ach, ist diese Baustelle wunderbar. Seit Wochen werkeln zwei Bauarbeiter ein bisschen an der Straße herum oder meistens noch an Versorgungsleitungen. (...) Auf Nachfrage beim hiesigen Bauamt, warum nur zwei Bauarbeiter auf einer Baustelle von insgesamt fast 200 Metern Länge arbeiten, bekam ich die lapidare Anwort, dass mit weniger Leuten effizienter gearbeitet wird. (...) Aber warum das so sein soll, wird wohl das Geheimnis der Verantwortlichen bleiben. (...)


Die ausführende Baufirma kommt wahrscheinlich aus dem Lachen nicht mehr heraus, wird doch wohl offensichtlich diese Baustelle als willkommener Puffer benutzt, um andere Baustellen vorzuziehen. Nach Auskunft der Stadt gibt es keinen verbindlichen Bauzeitenplan, nur die Aussage, dass die Baustelle bis November fertig gestellt sein soll. Wer es glaubt wird selig.Inzwischen ist die Straße vor dem Hoteleingang ,Haus Drei Könige’ so verdichtet und verschlammt, das trotz tagelanger Trockenheit das Wasser in Pfützen stehen bleibt und Papierschiffchen gemütlich darauf schwimmen können. Romantik pur.


Ich und andere fragen sich, wo sind eigentlich die verantwortlichen Politiker, die uns diese Suppe eingebrockt haben und die sich nicht kümmern? Warum sollten sie auch? Sie sind ja nicht betroffen.


Nur zur Erinnerung: Der Rat ist das Aufsichtsorgan der Verwaltung und hat dafür Sorge zu tragen, dass die Beschlüsse des Rates ordnungsgemäß umgesetzt werden. (...)


Die Anlieger sind doch echt die Dummen, sie sollen eine Straße bezahlen, die sie so nicht wollten, die von allen genutzt wird und deren Bau sich unnötig hinauszögert, wodurch Umsatzeinbußen verursacht werden, in deren Folge die auftretenden Verluste auch den Verlust von Arbeitsplätzen nach sich ziehen werden oder eventuell ganze Existenzen vernichten.“

Heinz Friedriszik, Balve

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