BALVE

Benjamin Preuß will „Partei“ in Balve gründen: Wie tickt er?

Benjamin Preuß vor dem Balver Rathaus: Der 27-Jährige will in Balve die „Partei“ etablieren.

Benjamin Preuß vor dem Balver Rathaus: Der 27-Jährige will in Balve die „Partei“ etablieren.

Foto: Jürgen Overkott

Balve.   Am Samstag, 19.30 Uhr, treffen sich bei Ballova Politikinteressierte. Dahinter steht Benjamin Preuß. Vorab war er in der WP-Redaktion.

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Benjamin Preuß ist ein fröhlicher Zeitgenosse. Der 27-jährige Balver lernt in Brilon den Bau von Musikinstrumenten. In einem Fachgeschäft kümmert er sich um die Reparatur von Blasinstrumenten. Er selbst spielt Tuba. Früher war er Tieftöner beim Musikverein Balve. Jetzt will der 27-Jährige für neue Töne im heimischen Politikbetrieb sorgen. Am Samstag, 19.30 Uhr, sitzt er im Ballova. Dort wartet er auf Gleichgesinnte.

Wir haben uns am Freitag um zwölf Uhr mittags verabredet. Vorab, im Netz, hat er freundliche Töne angeschlagen. Wir sind gespannt: Ist er ein Mann, der gern auf die Pauke haut? Oder steht er eher für Kammertöne? Erster Eindruck: beides.

Worauf gründet sich das? Benjamin Preuß prüft, ob es in Balve genügend Interessenten zur Gründung eines Ortsvereins der „Partei“ gibt. Die „Partei“ ist eine Gruppierung um Satiriker Martin Sonneborn. Sonneborn sitzt inzwischen im Europa-Parlament. Sein Ruf ist umstritten. Einerseits hat er lange den CDU-Abgeordneten Elmar Brok genervt. Andererseits setzt sich für Sonneborn für eine humane Flüchtlingspolitik ein. Das gefällt Benjamin Preuß.

Erster Treff soll locker sein

Dem Politik-Novizen gefällt aber auch Sonneborns provokant überspitzter Stil. Benjamin Preuß flachst: „Wenn wir antreten, holen wir 100 Prozent, mindestens.“

Zukunftsmusik.

Noch gibt es nicht einmal einen Ortsverein. Dennoch glaubt Benjamin Preuß daran, dass werden kann, was noch nicht ist: „Wir hatten bei der Europawahl in Balve 107 Stimmen.“ Dabei hatte die „Partei“ im Stadtgebiet bestenfalls diskreten Wahlkampf betrieben.

Bei Ballova will Benjamin Preuß erst mal gucken, „wie viele Leute überhaupt kommen“.

Sollten es genügend Politikinteressierte sein, käme zu einem späteren Zeitpunkt die Gründung eines Ortsvereins mit den üblichen Regularien.

Wir gehen gemeinsam zum Rathaus. Denn das ist das nahe liegende politische Ziel – und damit der perfekte Hintergrund für ein Foto. 2020 werden die Stadträte in NRW neu gewählt. Ein Programm hat Benjamin Preuß nicht. Nur so viel: „Populisten – das sind die anderen.“

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