BALVE

Besuch in Bethel – und Pfarrerin Kastens’ alter Gemeinde

Pfarrerin Antje Kastens; Volksbanker Markus Müller vor dem Gemeindeausflug nach Ostwestfalen

Pfarrerin Antje Kastens; Volksbanker Markus Müller vor dem Gemeindeausflug nach Ostwestfalen

Foto: evangelische gemeinde balve

Balve/Bielefeld.  Von Briefmarkensammeln zu Besuch in Bethel: Konfirmanden plus Begleiter waren in Ostwestfalen. Pfarrerin Kastens hatte zudem eine Überraschung.

Was hat die Briefmarken-Sammlung einer alten Dame aus Balves Evangelischer Gemeinde mit einer Reise von Konfirmanden, Angehörigen, Senioren, Presbytern und Pfarrerin Antje Kastens zu der Bethel-Stiftung in Ostwestfalen zu tun? Eine Menge.

Die Sammlung der wertvollen Wertmarken löste eine Debatte im Konfirmanden-Unterricht aus. Pfarrerin Kastens zur WP: „Die Konfirmanden fanden die Idee, Briefmarken für Bethel zu sammeln, klasse. Eine Junge brachte sogar ein ganzes Album mit. Die Jugendlichen sagten: Das ist einfach, leicht umzusetzen und effektiv.“

Im Anschluss daran kam die Idee auf, eine Fahrt nach Bethel zu organisieren. Die Volksbank unterstützte das Vorhaben der 37-köpfigen Gruppe mit 850 Euro – und Brötchen.

In Bethel erlebten die Balver, wie Menschen mit Handicap arbeiten. „Die Briefmarken werden vorsichtig von Hand vom Umschlag gelöst. Bei wertvollen Karten und Briefen von Persönlichkeiten bleiben sie allerdings drauf. Beides wird im Sammlermarkt angeboten und veräußert“, erläuterte Pfarrerin Kastens.

In Kleingruppen erlebten die Balver, wie vielfältig die Tätigkeiten behinderter Menschen in den Stiftungen sind – etwa in betreuten Werkstätten für Metallverarbeitung oder Textilienherstellung. Auch ein Blick in die Psychiatrie gehörte zum Besuchsprogramm.

Pfarrerin Kastens ging es nicht nur darum, über Menschen in Bethel zu sprechen, sondern auch mit ihnen. „Die Gruppen hatten jeweils einen Gast: einen Jugendlichen mit Handicap.“

Die Fahrt beinhaltete aber auch noch eine weitere Station: einen Besuch in Preußisch-Oldendorf zwischen Herford und Osnabrück. Pfarrerin Kastens hatte den Ort mit Bedacht gewählt. Es war für sie ein bisschen Rückkehr in die alte Heimat. „Ich habe über 20 Jahre lang dieser Gemeinde Tatkraft und Herz geschenkt“, hatte sie der „Neuen Westfälischen“ vor ihrem Wechsel nach Balve erzählt.

Pfarrerin führt durch Kirche

Preußisch-Oldendorf ist für Protestanten das Gegenstück zu Balve. Dort stellen sie, im Gegensatz zum Hönnetal, die Mehrheit. Das spiegelt sich im Gotteshaus. „Die alte romanische Kirche hat 1300 Plätze“, berichtet Pfarrerin Kastens. „Die Gruppe wollte, dass ich die Führung übernehme. Da habe ich mich kurzerhand auf die Kanzel gestellt.“

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