SCHIENEN-NOSTALGIE

Bonsai-Bahn Binolen und neuer Raum für Modellbauer

Besucher bestaunen Bonsai-Bahn. Wolfgang Ebe & Co. haben das Hönnetal samt Uhu-Tunnel nachgebaut.

Besucher bestaunen Bonsai-Bahn. Wolfgang Ebe & Co. haben das Hönnetal samt Uhu-Tunnel nachgebaut.

Foto: Sven Paul / WP

Binolen.  Besucher bestaunen Bonsai-Bahn. Binolen lockt mit Modellbahn-Premiere. Doch das war am Wochenende keineswegs die einzige Überraschung.

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Bei schönstem Oktoberwetter feierte der Förderverein Kulturbahnhof Binolen sein 25-jähriges Jubiläum. Aber nicht nur der Bahnhof stand an diesem Sonntag im Mittelpunkt. Während man draußen die Möglichkeit hatte, sich bei Grillwurst und einem Kaltgetränk zu stärken oder mit der Draisine oder der Vereinslock eine kleine Runde zu drehen, gab es im Bahnhof das Hönnetal im Bonsaiformat.

Wolfgang Ebe aus Deilinghofen zeigt voller Stolz sein neuestes Werk. Der 60 Jahre alte ehemalige Maschinenschlosser hat in Team-Arbeit mit seinem Bruder Karl und Ralf Alfsmann sowie dem inzwischen verstorbenen „Bubi“ Vogel das Kernstück der Hönnetalbahn detailreich im Maßstab 1:87 in mühevoller Arbeit nachgebaut.

Viel Platz zum Basteln

Jetzt lässt sich auf eine vier Meter langen Teilstück das typische Felspanorama mit dem Uhu-Tunnel begutachten. Das kommt mehr als gut an, was man an der positiven Resonanz der Besucher feststellen kann. Überall wird genau geschaut, und so mancher Besucher findet das ein oder andere besondere Detail des Modells. Selbst die früher häufig anzutreffenden Felskletterer und Angler in der Hönne sind hier wiederzufinden.

Damit auch in Zukunft fleißig weiter an der Modelleisenbahn gebaut werden kann, haben die Eisenbahnfreunde Hönnetal Großes vor. Seit Anfang des Jahres wird fleißig am Schuppen vor dem Bahnhof gewerkelt. Hier entsteht seit Januar ein neuer Modellbauschuppen, wo die Bastler des Vereins einen Raum mit viel Platz zum Basteln neuer Modelle und Dioramen haben. „Da unsere Hauptbastelzeit der Winter ist, hat der Raum eine Dicke Isolierschicht und drei Infrarot-Heizungen bekommen und viele Lampen die beim Modellbau sehr wichtig sind. Zuviel Licht gibt es nämlich für uns nicht“, erzählt der Balver Alfons Blumenkamp vom Eisenbahnverein. „Hier entstehen zwei Arbeitsplätze für unsere Modellbauer und ein kleines Büro für die Planung der Modelle. Bis Weihnachten möchten wir fertig sein und im Raum einen Tannenbaum aufstellen“, so Modellbauer Friedbert Haringhaus.

Knapp 4000 Euro Umbaukosten

Hauptverantwortlich für die Planung ist Erwin von Stecklenburg. Er hat auch die Finanzen des Umbaus voll im Griff. „Die Hütte hat der Kulturbahnhof Binolen uns gestiftet. Die Umbaukosten von knapp 4000 Euro des Schuppens übernehmen wir vom Verein selber“, so Alfons Blumenkamp. „Wir liegen mit den Kosten voll im Plan, so das wir uns auch etwas Luxus in dem Raum leisten können“, ergänzt Friedbert Haringhaus. Damit meint er, dass der Raum eine Lüftungsanlage bekommt mit Drosseln, so dass bei starkem Wind kein Luftzug im Raum entsteht.

Damit steht ab Weihnachten dem ungetrübten Basteln nichts mehr im Wege. „Wir freuen uns auf unser neues Bastelparadies“, sind sich beide Modellbauer einig.

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