CDU baut Mehrheit im Rat aus – UWG gibt einen Sitz ab

Hubertus Mühling (CDU) bleibt Balves Bürgermeister. Nach einem anstrengenden Wahlkampf haben er und seine Partei gut lachen. Sie gewinnen ein Ratsmandat dazu.

Hubertus Mühling (CDU) bleibt Balves Bürgermeister. Nach einem anstrengenden Wahlkampf haben er und seine Partei gut lachen. Sie gewinnen ein Ratsmandat dazu.

Foto: jürgen overkott / WP

Balve/Lüdenscheid.  Bürgermeister Hubertus Mühling und die CDU haben gut lachen. UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt sieht die Wahl indes mit gemischten Gefühlen.

Bei der Kommunalwahl in Balve ist es zu einer kleinen Machtverschiebung gekommen.

Die CDU gewann ein Ratsmandat hinzu – auf Kosten der UWG. Die Union kommt es auf 19 Sitze. Damit baut sie ihre absolute Mehrheit im Rat aus. Die UWG indes gibt ein Mandat ab. Ihre Fraktion besteht künftig aus einem achtköpfigen Team. UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt schmerzt das Ergebnis, wie er der „Westfalenpost“ am Montag sagte. Die SPD-Fraktion besteht wie gehabt aus fünf Köpfen.

Balve ist im künftigen Kreistag mit drei Sitzen vertreten. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Hubert Sauer, bisher Ratsherr in seiner Heimatstadt, sicherte sich sein Mandat als Direktkandidat.

Die Union brachte es bei der Kreistagswahl auf 52,91 Prozent. 12,51 Prozent der Wählerstimmen vereinigte die SPD auf sich. Die Grünen kamen auf 6,88 Prozent. Die FDP schaffte lediglich 3,6 Prozent. Die UWG erreichte auf Kreisebene 18,8 Prozent. Die Linke kam über 1,87 Prozent nicht hinaus. Die AfD erzielte 3,33 Prozent.

Damit dürfen sich die Christdemokraten mit Blick auf das Kreis-Ergebnis über ein überdurchschnittlich gutes Wähler-Votum freuen – ebenso die UWG MK. Die übrigen Parteien schnitten im Hönnetal schlechter ab als im gesamten Kreisgebiet.

Reserveliste hilft kleinen Parteien

Über die Reservelisten ihrer Parteien ziehen Heinrich Stüeken, bisher Ratsherr der UWG in Balve, und Sozialdemokratin Sigrid Schmidt in den Kreistag in Lüdenscheid ein. Schmidt, vor der Kommunalwahl Balves einzige Ratsfrau, verteidigte ihr Mandat im Kreisparlament.

Stüeken ist auf Stadt- wie auf Kreisebene als Naturschützer bekannt. Der ehemalige Gymnasiallehrer arbeitet als ehrenamtlicher Landschaftswart. Stüeken stand auf dem fünften Platz der Reserveliste. UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt freute sich besonders über Stüekens Erfolg, wie er der „Westfalenpost“ am Montag sagte. Stüekens Platzierung auf der Reserveliste der UWG schien vor der Wahl keineswegs eine Eintrittskarte für den Kreistag zu sein.

Sozialarbeiterin Sigrid Schmidt arbeitet beim Kreis Soest. Ihre politischen Schwerpunkte liegen bei Erziehung, Bildung sowie Jugendarbeit und Jugendhilfe.

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