Corona

Corona: Stadt Balve verzichtet vorerst auf Sperrstunde

Die Hauptstraße in Balve soll von einer Maskenpflicht verschont bleiben.

Die Hauptstraße in Balve soll von einer Maskenpflicht verschont bleiben.

Foto: Archiv/ Sven Paul

Balve.  Verwaltung orientiert sich zunächst an den Vorgaben des Kreises. Maskenpflicht auf der Hauptstraße ist ebenfalls noch kein Thema.

Eine Sperrstunde wird es in der Hönnestadt vorerst nicht geben. Die Verwaltung will sich zunächst an den Vorgaben des Kreises zur Eindämmung der Corona-Pandemie orientieren, wie es heißt.

Statt bis in die Morgenstunden zu feiern, müssen sich zahlreiche Kneipen und Gastronomiebetriebe im Märkischen Kreis darauf einstellen, bald eine Sperrstunde zu akzeptieren. Doch in Balve will die Verwaltung von solchen Mitteln zunächst absehen, wie Michael Bathe, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf WP-Anfrage erklärt. „Wir planen keine Verstärkung zu den Maßnahmen, die der Kreis bereits erlassen hat“, sagt Bathe. Diese hatte der Märkische Kreis in der vergangenen Woche veranlasst, nachdem der erste kritische Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner erreicht wurde.

Balve kommt, das weiß auch Michael Bathe, bisher gut durch die Corona-Pandemie. Die Infektionszahlen halten sich seit dem Frühjahr in Grenzen. Gleichwohl dürfe man nicht nachlässig werden. „Wir werden uns nach den Vorgaben des Kreises richten“, so Bathe. An eine Maskenpflicht entlang der Hauptstraße habe man bisher „keinen Gedanken verschwendet“. Wie schnell sich solche Vorgaben jedoch ändern, macht ein Blick über die Stadtgrenzen hinaus deutlich: Im Kreis Unna ist zuletzt der Inzidenzwert von 50 – Tendenz steigend – überschritten worden. Dies beinhaltet wiederum Maßnahmen, die für den gesamten Kreis gelten – und nicht nur für die sogenannten Hotspots.

Entwarnung in Flüchtlingsunterkunft

Entwarnung gibt der Märkische Kreis derweil in der Balver Flüchtlingsunterkunft. Nachdem dort Tests bei rund 40 Kontaktpersonen durchgeführt wurden, heißt es nun: alle negativ. „Wir sind natürlich froh, dass es so ausgefallen ist“, zeigt sich auch Michael Bathe erleichtert. Die Stadt hat einen Sozialarbeiter und einen Hausmeister vor Ort im Einsatz, „die dort nach dem rechten sehen“. Ganz ohne Konsequenzen bleibt der Zwischenfall in der Unterkunft jedoch nicht. Angesichts drastisch steigender Infektionszahlen wolle man die Bewohner nochmals auf die Notwendigkeit der AHA-Maßnahmen hinweisen: Abstand halten, Hygiene sicherstellen und auch die Alltagsmaske tragen. Zudem wolle man beim Einlass nun mehr Vorsicht walten lassen.

„Wir werden dort aber niemanden einsperren“, macht Michael Bathe jedoch deutlich. Es gehe nun vielmehr darum, alle Beteiligten nochmals zu sensibilisieren „für die Situation, die uns derzeit alle umtreibt“.

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