Projektfazit

Die Zukunft der „Jungen Kirche“ ist offen

Albert Frey bei seinem Konzert in Garbeck.

Foto: mbo

Albert Frey bei seinem Konzert in Garbeck. Foto: mbo

Langenholthausen.   Sechs intensive Wochen liegen hinter dem Pastoralverbund Balve-Hönnetal. Die Fastenzeit stand ganz im Zeichen junger Menschen.

Auch das fünfte Projekt „Junge Kirche“ bot in der Fastenzeit viele Gelegenheiten, sich mit Gott und dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen – und das nutzten nicht nur junge Menschen. Zwar stand „Junge Kirche“ drauf, drin steckten jedoch Angebote, die auch viele Erwachsene spannend fanden.

Pfarrer Andreas Schulte lobt ausdrücklich das Engagement aller, die sich eingebracht und Verantwortung übernommen haben. „Wir haben intensive Gottesdienste gefeiert – und die Höhepunkte waren Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht“, so der Geistliche. Die Baustelle, die als Motto des Projektes galt, sei ein sehr passendes Bild gewesen – für die Menschen und die Gemeinde gleichermaßen.

Allen gut getan, die gekommen sind

Den Erfolg der „Jungen Kirche 2017“ möchte Pfarrer Schulte nicht an Besucher- und Teilnehmerzahlen festmachen. Er sagt aber auch: „Wenn 200 bis 300 Menschen die Sonntagsmesse besuchen, dann ist das auch ein Erfolg.“ Wichtiger ist dem Leiter des PV Balve-Hönnetal jedoch, was die Menschen von den Veranstaltungen für sich mitnehmen. Und da ist er sich sicher: „Es hat allen gut getan, die gekommen sind. Mich persönlich hat dieses Projekt sehr angesprochen und zum Nachdenken angeregt.“ Pfarrer Schulte gibt aber auch zu: „Es hätten natürlich mehr Menschen kommen können. Besonders diejenigen, die oft sagen, wir sollten mehr Jugendarbeit machen. Wenn genau aus diesen Reihen dann aber viele nicht kommen, ist das nicht so schön.“

Mit mehr als 30 Veranstaltungen und Aktionen war das Programm der „Jungen Kirche“ sehr umfangreich. „Vielleicht etwas zu umfangreich“, mutmaßt Pfarrer Schulte nach Abschluss des Projektes. „Denn, was Jugendliche heute so in ihren Terminkalendern haben, ist ohnehin schon eine Menge.“

Hemmschwelle zu hoch

Nicht alle geplanten Aktionen konnten realisiert werden. Mangels Interesse wurde zum Beispiel der Dreh eines YouTube-Videofilms abgesagt. Und auch die Exerzitien für Jugendliche kamen nicht zustande. „Dafür war vielleicht die Hemmschwelle einfach zu hoch“, erklärte Pfarrer Schulte. Die Kurzexerzitien in der Woche vor Ostern seien hingegen mit bis zu 35 Besuchern sehr gut angenommen worden.

Zu den Höhepunkten des Projektes gehörte für den Leiter des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal das Konzert von Albert Frey in der Garbecker Kirche Heilige Drei Könige: „Es hat mich sehr gefreut, dass das geklappt hat. Das Konzert hat mich berührt und angesprochen – besonders, weil es nicht nur um das Konzert ging, sondern die Musik auch zum Gebet geführt hat.“

Schon vier Freiwillige

Weil die Katholische Kirche auch junge Menschen ansprechen will, soll es auch in 2019 im heimischen Pastoralverbund wieder ein Projekt „Junge Kirche“ geben. Ob diese Absichtserklärung in die Tat umgesetzt werden kann, ist allerdings noch offen. Gemeindereferentin Elke Luig hat in der Auferstehungsmesse zum Abschluss des Projektes deutlich gemacht, dass eine Fortsetzung der „Jungen Kirche“ nur möglich sei, wenn sich wieder genügend Menschen finden, die bei der Vorbereitung mithelfen.

Ein erster Schritt ist schon getan. Vier Freiwillige haben sich bereits in die Liste eingetragen. Und auch Pfarrer Andreas Schulte appelliert an alle Menschen im Pastoralverbund: „Ein solches Projekt muss ein Anliegen der Gemeindemitglieder sein.“

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