Nachruf

Ehren-Brudermeister „Berni“ Neuhaus ist tot

Sein letzter öffentlicher Auftritt: Hauptmann Thorsten Sprenger (links) und Oberst Detlev Reuß (rechts) begrüßen Bernhard und Stephan Neuhaus, bevor der Musikverein „Amicitia“ Garbeck Vater und Sohn im Rahmen des Volkringhauser Schützenfestes ein Ständchen bringen.

Foto: Richard Elmerhaus

Sein letzter öffentlicher Auftritt: Hauptmann Thorsten Sprenger (links) und Oberst Detlev Reuß (rechts) begrüßen Bernhard und Stephan Neuhaus, bevor der Musikverein „Amicitia“ Garbeck Vater und Sohn im Rahmen des Volkringhauser Schützenfestes ein Ständchen bringen. Foto: Richard Elmerhaus

Volkringhausen.  Die Volkringhauer Schützen trauern um ihren Ehren-Brudermeister „Berni“ Neuhaus. Er starb am Dienstagabend im Alter von 82 Jahren.

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Mit Bernhard Neuhaus ist nicht nur der Ehren-Brudermeister der Schützenbruderschaft St. Hubertus gestorben, sondern auch ein Bürger, der das gesellschaftliche Leben über zig Jahre in Volkringhausen mit geprägt hat.

„Berni“, wie er von seinen Freunden und Bekannten stets genannt wurde, engagierte sich als Bürger des Dorfes an vielen Stellen, aber auch über die Stadtgrenzen von Balve hinaus, wie beispielsweise im Kreis-Schützenbund. Nicht zuletzt aus diesem Grund trauert Volkringhausen über den Tod eines großen Sohnes der Gemeinde, der stets ein offenes Ohr für jung und alt hatte. Stets verbindlich und mit einem Lächeln auf den Lippen, galt er als sehr sympathischer Zeitgenosse, der seine Ehrenämter mit großer Leidenschaft und viel Herzblut ausübte.

Er konnte auch ungemütlich werden

„Berni“ Neuhaus konnte aber auch ungemütlich werden. Vor allem dann, wenn es darum ging, dass diejenigen, die sich für den Verein oder das Gemeinwesen engagierten, im Stich gelassen wurden. Bestes Beispiel dafür ist seine Brandrede auf der Generalversammlung der Schützenbruderschaft Volkringhausen im Jahr 2011. Damals sprang Ehrenbrudermeister Bernhard Neuhaus seinem Sohn, dem 1. Vorsitzenden der Schützenbruderschaft, zur Seite, als es um die Wahl der Offiziere ging.

Bevor sich Neuhaus sen. jedoch zu Wort meldete, versuchte Sohn Stephan drei Schützenbrüder für das Offizierskorps zu gewinnen. Mit Engelszungen redete er auf die Schützen ein und machte ihnen deutlich, dass dieses Ehrenamt nicht sehr zeitintensiv sei.

Lautstark in die Offizierswahl eingemischt

Als er allerdings die Schützenbrüder bat, sich für die Wahl nominieren zu lassen, herrschte eisiges Schweigen im St.-Hubertus-Heim. Allerdings nur kurze Zeit, weil sich urplötzlich Bernhard Neuhaus lautstark in die Offizierswahl einmischte. Dabei ließ er die Versammlung wissen: „Es kann und darf nicht sein, dass wir einen Vorstand wählen und ihn dann seinem Schicksal überlassen. Es kann und darf auch nicht sein, dass die älteste Fahne der Schützenbruderschaft Volkringhausen nicht mehr in den Festzügen zu sehen ist, weil wir nicht genügend Offiziere haben.“

Schützenbruder durch und durch

Seine unerwartet scharfe Kritik trug Früchte, denn binnen kurzer Zeit stellten sich drei Mitglieder zur Wahl. Zur Wahl stellte er sich auch selbst, als es um den Amtsoberst ging. In dieser Eigenschaft war er auf den Schützenfesten in der Hönnestadt ein gern gesehener Gast.

„Berni war für uns ein Schützenbruder durch und durch. Er war immer mit viel Herzblut bei der Sache. Um es kurz zu sagen: Berni war ein ganz patenter Kerl“, sagt der 1. Vorsitzende der Schützenbruderschaft Langenholthausen, der dem Verstorbenen freundschaftlich verbunden war. „Berni hat sich sehr gefreut, als wir im April 2016 das Ehemaligen-Treffen der heimischen Schützen durchgeführt haben. Denn er ist mit vielen Weggefährten ins Gespräch gekommen ist“, erinnert Berthold König noch einmal an den Schützenbruder, der nach langer schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren verstorben ist, und dessen Tod bei vielen Menschen Trauer ausgelöst hat.

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