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Ein heißer Abend an der Luisenhütte in Wocklum

Die Feuershow bei „Luise heizt ein“ beeindruckte die Zuschauer.

Die Feuershow bei „Luise heizt ein“ beeindruckte die Zuschauer.

Foto: Alexander Lück

Balve.  Angebot auf dem alten Fabrikgelände der Luisenhütte überzeugt. Besucher sprechen von der kleinen Extraschicht des Sauerlandes.

Was für ein Feuerwerk an Unterhaltung, Kunst und Emotionen. „Luise heizt ein“ fesselte viele Besucher am Samstagabend trotz eines kleinen Regenschauers zwischendurch bis hin zu seinem feurigen Finale.

Ein kleiner Schauer über Balve

„Jetzt ist uns allen nochmal richtig warm geworden“, sagte am Ende der spektakulären, gut eine halbe Stunden langen Feuershow einer der Künstler von der Dortmunder Fire Flames Company. „Und der Boden ist auch wieder trocken.“ Dunkle Wolken, die am Abend immer wieder über die Balve und das historische Fabrikgelände in Wocklum zogen, hatten noch deutlich Schlimmeres befürchten lassen. Am Ende war es dann doch nur ein Schauer gegen halb zehn von nicht allzu langer Dauer, der für ein wenig Wasser von oben sorgte, aber dann doch einige Besucher vorzeitig den Heimweg antreten ließ.

Feuriges Finale

Wer blieb, und das waren auch nicht wenig, und sich kurzfristig ins Trockene der Luisenhütte zurückzog, konnte dann nicht nur in den vier Wänden die Darbietungen genießen, sondern dem wurde mit dem oben erwähnten, feurigen Finale auch noch einmal so richtig eingeheizt. Wie es der Titel des Tages ja nun versprach: Luise heizt ein. Flammen schossen empor, Funken sprühten, selbst der Boden brannte. Und man konnte das Ganze wirklich hautnah verfolgen. „Gibt es hier auch Glühwein?“, fragte irgendwo deutlich früher mitten im Programm ein Besucher seine Begleiterin. Aber so kalt war es, trotz fehlender hochsommerlicher Witterung am Samstagabend dann doch nicht.

Emotionen pur

Und es wurde rund um die Luisenhütte ein Geburtstagsfest, wie man es sich nur wünschen kann. Also nicht mit der Verwandtschaft, die streitlustig wird und den selbstgemachten Kartoffelsalat gar nicht so lecker findet. Sondern unterhaltsam, witzig und voller Emotionen von Anfang bis Ende. Bekanntlich begab sich dieser Abend ja ins Jahr 1760 und würdigte in angemessener Form den (fiktiven) 50. Geburtstag der Gründerin der Luisenhütte, Anna Maria Theresia Freiin von der Reck. Und deshalb war das Höchstmaß an Amüsement im Programm auch gerade gut genug für die Hausherrin. Die Berliner Künstlertruppe „Aristokraten“ war den Abend über auf dem ganzen Gelände unterwegs.

Beeindruckende Artistik

Mit beeindruckender Artistik und Jonglage, aber auch mit gefühlvollen Opernballaden auf der extra für diesen Anlass vom Balver THW gebauten kleinen Teichbühne (wir berichteten). Und selbstverständlich wurde auch mancher Besucher (unfreiwillig) zu einem Teil der Show. Roman Metzner und Aaron Perry als „The Royal Squeeze Box“ (zu deutsch: die Königliche Quetschkomode) schafften ebenfalls Beeindruckendes: die unsterblichen Songs von Queen und Freddy Mercury, ihren ganzen Bombast und Klangvielfalt zu übersetzen in ein schlichtes Akkordeon und den Gesang der beiden Musiker. Und es fehlte trotzdem nichts an Dramatik.

Besucher singen mit

Natürlich auch deshalb, weil die textsicheren Zuhörer bei „We are the champions“ und Co. immer wieder mit einstimmten. Und von wegen Ungeziefer: „RaTaTa“, eine musikalische Kombo aus Nagetieren ließ legte zwischendurch mit ihren Blasinstrumenten so richtig los. Während des Regenschauers auch drinnen in der Luisenhütte. Was der stimmungsvollen, dichten Atmosphäre sogar durchaus förderlich war, dicht gedrängt zwischen den alten Maschinen und Exponaten. Auch die Aktionen für die kleinen Besucher waren beliebt: das kreative Angebot, venezianische Masken und prachtvolle Fächer zu erstellen, war irgendwann „leergebastelt“.

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