Telefonbefragung

Ein Wohlgefühl kommt auf den Prüfstand

Freuen sich auf das Leader-Projekt Regionale Erwerbstätigenbefragung: Dr. Barbara Vielhaber, Julia Wagener, Bernd Lepski, Antonius Wiesemann  Hubertus Mühling, Lars Morgenbrod und Annika Kabbert.

Foto: Marcus Bottin

Freuen sich auf das Leader-Projekt Regionale Erwerbstätigenbefragung: Dr. Barbara Vielhaber, Julia Wagener, Bernd Lepski, Antonius Wiesemann Hubertus Mühling, Lars Morgenbrod und Annika Kabbert. Foto: Marcus Bottin

Balve/Arnsberg.   Bald beginnt das Leader-Projekt „Regionale Erwerbstätigenbefragung“ in den Städten Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern.

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Bitte nicht auflegen, heißt es ab Ende der Woche. Ein auf Umfragen spezialisiertes Unternehmen wird stichprobenartig erwerbstätige Menschen anrufen und ihnen Fragen zu ihrer regionalen Lebenslage und zur beruflichen Situation stellen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung sollen in die zukünftige Entwicklung der Region einfließen, denn aus den Ergebnissen werden Handlungsfelder und neue Projekte abgeleitet.

Ehrliche Antworten erbeten

„Durch ehrliche Antworten können die Menschen die Zukunft der Region aktiv mitgestalten“, wirbt Regionalmanagerin Annika Kabbert für Mithilfe bei der Befragung. Wer in den nächsten drei bis vier Wochen einen unerwarteten Anruf bekommt und gebeten wird, ein paar Fragen zu beantworten, möge sich doch bitte die Zeit dafür nehmen. Allerdings weiß Annika Kabbert auch, dass die Befragung nicht zwischen Tür und Angel erledigt ist.

Knapp 20 Minuten werde ein solches Telefonat schon dauern, teilt die wissenschaftliche Leiterin des Projektes, Dr. Barbara Vielhaber aus Sundern, mit. Die Politikwissenschaftlerin ist zuversichtlich, dass die anvisierte Mindestzahl von 1000 Interviews in den vier Leader-Städten erreicht wird – auch bei der durchschnittlichen Ablehnungsquote von rund 80 Prozent.

Wie groß ist die Zufriedenheit?

Die ganze Befragung dreht sich um das Thema Zufriedenheit der Menschen in der Region mit ihrer Region. „Wir haben das Gefühl, dass man in der Bürgerregion am Sorpesee gut leben und arbeiten kann“, erklärt, Regionalmanagerin Annika Kabbert. Das werde zwar immer wieder kommuniziert und an Fallbeispielen aufgezeigt. Aber einen wissenschaftlichen Beleg dafür gebe es nicht. „So richtig überprüft hat das bislang niemand. Wir wollen das ändern und jetzt die Erwerbstätigen befragen.“

Die am Telefon gestellten Fragen sind zwar nicht geheim, aber verraten möchte Dr. Barbara Vielhaber sie im Vorfeld auch nicht. Nur so könne eine möglicht unvoreingenommen Befragungssituation sicher gestellt werden. Und die sei für die Aussagekraft des Ergebnisse sehr wichtig.

Um Mithilfe wird gebeten

Auf folgende Fragen erhoffen die Initiatoren des Projektes Antworten: Wie nehmen die hier arbeitenden Menschen die Lebensqualität wahr? Wie werden von den Bürgern in der Sorperegion der Freizeitwert und die Arbeitsbedingungen erlebt? Was wird gut, was wird schlecht bewertet? Und wo kann man ansetzen, um die Lebensqualität zu verbessern? Bei der Befragung spielen auch Themen wie Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt eine Rolle. Die Bevölkerung wird ausdrücklich um Mithilfe gebeten.

Die Initiatoren des Projektes sind die vier Städte der LEADER-Region. „Der demographische Wandel, verbunden mit einem Fachkräftemangel und die Abwanderung junger Menschen sind Probleme, denen sich der ländliche Raum stellen muss. Nur, wenn wir wissen, wie die hier lebende Bevölkerung ihr Umfeld wahrnimmt und wo es Probleme gibt, können wir die Thematik anpacken und negativen Trends mit zukunftsweisenden Projekten entgegenwirken“, stellt Bürgermeister Antonius Wiesemann der Stadt Neuenrade klar.

Balves Bürgermeister Hubertus Mühling sieht der Befragung mit Zuversicht und Neugier entgegen: „Es wäre natürlich schön, wenn das gute Gefühl bestätigt wird, aber das Ergebnis darf auch negativ sein. Wir wollen ja etwas lernen und falls erforderlich Konsequenzen ziehen.“

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