WORKSHOPS

Ferienspaß auf Luisenhütte: Keine Angst vor heißen Eisen

Junge Schmiede können rund um die Luisenhütte bei Workshops richtig reinhauen.

Junge Schmiede können rund um die Luisenhütte bei Workshops richtig reinhauen.

Foto: Jürgen Overkott / WP

Wocklum.  Langeweile? Bernadette Lange vom Kreis kennt ein Gegenmittel: Workshop rund um die Luisenhütte. Da geht es heiß her.

Bernadette Lange vom Märkischen Kreis hat eine gute und eine schlechte Nachricht für Kinder, die sich in den Sommerferien langweilen. Die schlechte Nachricht: Wegen der Corona-Pandemie sind alle Kulturveranstaltungen des Märkischen Kreises bis einschließlich 31. August abgesagt worden. Zu den Veranstaltungen gehört auch das historische Spiel rund um die Luisenhütte.

Dieses Angebot des Kreises gilt als Klassiker des Ferienprogramm der öffentlichen Hand im Hönnetal. Kinder finden die Zeitreisen in vergangene Jahrhunderte unterhaltsam. Eltern sehen den museumspädagogischen Lerneffekt. Das historische Spiel fällt also aus: Droht ein Sommer der Langeweile?

Die gute Nachricht

Die Corona-Schutzverordnung erlaubt aber längst wieder Zusammenkünfte von zehn Personen. „Da viele Familien den Sommerurlaub im Ausland abgesagt haben, besteht ein erhöhter Bedarf an Aktionen für Kinder – zumal die Kinder lange Zeit nur zuhause waren“, weiß Museumspädagogin Bernadette Lange.

Das Konzept

Daher organisierte sie kurzfristig in der letzten Ferienwoche – Dienstag, 4. August, bis Freitag, 7. August – ein Workshop-Programm für Kinder ab acht Jahren rund um Deutschlands ältestes Stahlwerk im Hönnetal. Es heißt „Zunder, Zinn und heißes Eisen“.

Wichtigste Voraussetzung ist, dass die einzelnen Gruppen (neun Kinder, ein Betreuer) unter sich bleiben. Sie dürfen sich nicht mit anderen Gruppen treffen. Jeden Tag können 18 Kinder mitmachen. Es ist möglich, sich nur für einen Tag anzumelden, die Kinder können aber auch mehrere Tage teilnehmen. Die Hygiene- und Abstandsregeln werden eingehalten.

Verpflegung mit Mittagessen wie beim historischen Spiel gibt es allerdings nicht. Die Kinder sollten Essen und Getränke selbst mitbringen, an der Hüttenschänke gibt es lediglich Getränke und Eis.

Das Programm

Dienstag, 4. August, 9 bis 12 Uhr, „Wir schmieden ein Messer“ (Gruppe 1, neun Kinder); Gruppe 2 (neuen Kinder, ein Betreuer), etwas zeitversetzt 9.30 bis 12.30 Uhr, „Wir arbeiten mit Leder“; Mittagspause, jeweils 30 Minuten, zeitversetzt, Fortsetzung 12.30 bis 15.30 Uhr „Wir arbeiten mit Leder“; 13 bis 16 Uhr, „Wir schmieden ein Messer“.

Mittwoch, 5. August, Programm wie am Dienstag.

Donnerstag, 6. August, 9 bis 12 Uhr, „Wir gießen Münzen aus Zinn“ (Gruppe 1, neun Kinder, ein Betreuer); zeitversetzt Gruppe 2 (neun Kinder, ein Betreuer), 9.30 bis 12.30 Uhr, „Wir filzen“; Mittagspause, jeweils 30 Minuten, zeitversetzt; Fortsetzung 12.30 bis 15.30 Uhr, „Wir filzen“; 13 bis 16 Uhr, „Wir gießen Münzen aus Zinn“.

Freitag, 7. August, maximale Anmeldezahl: 18; Programm wie Donnerstag.

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