KOMMENTAR

Gemeinnützigkeitsdebatte: Eine Schnapsidee von Olaf Scholz

Der Männerchor Balve singt in der evangelischen Kirche in Evingsen.

Der Männerchor Balve singt in der evangelischen Kirche in Evingsen.

Foto: Jürgen Overkott / WP

Was mag Finanzminister Scholz geritten haben, als er ankündigte, Schützen und Chören die Gemeinnützigkeit zu entziehen? Die Folgen wären fatal.

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Es gibt so viele Finanz-Themen, über die es zu debattieren lohnt: vom Klimawandel bis zur Digitalisierung, vom Gesundheitssystem bis zur Grundrente. Die Frage, ob reine Männer- oder Frauenvereine weiterhin gemeinnützig sein sollten, gehört nicht dazu. Was mag Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geritten haben?


Sein Plan bringt, so er denn Gesetz wird, dem Bundeshaushalt wenig, schadet aber Schützenvereinen und Chören viel – und zwar nicht nur finanziell. Zu befürchten ist, dass die Gemeinnützigkeitsdebatte dafür sorgt, dass sich immer weniger Menschen bereit erklären, ehrenamtlich zu arbeiten.


Doch genau dieses Engagement ist der Kitt, der ländliche Gemeinwesen zusammenhält. Die Vereine bieten weit mehr als Geselligkeit. Sie packen an, wo es in Stadt und Dorf notwendig ist – unentgeltlich.


Aber mal angenommen, aus Scholz’ Schnapsidee wird politischer Bierernst. Geschickte Satzungsänderungen erlauben auch Mitgliedschaften von Frauen oder Männern.

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