Beitragserhöhung

Generalversammlung der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft

Foto: Alexander Bange

Balve.   Auf der Generalversammlung wird darüber entschieden, den Beitrag auf 24 Euro im Jahr zu erhöhen – ein fairer Deal?

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Seit 2002 beträgt der Mitgliedsbeitrag bei der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Balve 15 Euro. Während der Generalversammlung am 20. Januar 2018 wird darüber entschieden, den Beitrag auf 24 Euro im Jahr zu erhöhen. Wohl auch des sachlichen Informationsflusses des Kommissarischen Geschäftsführers Wolfgang Riecke ist es geschuldet, dass aus den Reihen der 1. Kompanie mutmaßlich wenig Gegenwind kommen wird.

Mieteinnahmen

„Wir müssen die Beitragserhöhung angehen und brauchen uns für sie nicht zu schämen“, sagte Wolfgang Riecke. Denn die Bruderschaft könne Kosten aus dem operatischen Geschäft zukünftig nicht mehr nur mit Mieteinnahmen deckeln.

„Das ist ein Stück weit zu wackliges Eis“, sagte Riecke mit Blick auf steigende Anforderungen beispielsweise beim Lärmschutz. Zudem steht in diesem Jahr die Sanierung des Höhlenmundes mit Gesamtkosten von etwa 100 000 Euro an. Riecke: „Man darf nicht vergessen, dass die NRW-Stiftung bis zu 50 Prozent der Kosten übernimmt.“ Wie viel genau, stehe aktuell aber nicht fest.

Reserven

Der Kommissarische Geschäftsführer appellierte an die „Grünröcke“: „Wir bauen bei der Beitragserhöhung auf Euch. Zwei Euro mehr im Monat sind zu schultern.“ Bei der Generalversammlung würden die Mitglieder feststellen, dass die Bruderschaft trotz der Vermietungen nicht im Geld schwimme. „Ganz im Gegenteil“, so Wolfgang Riecke. „Wir benötigen bei unserer Größenordnung auch Reserven.“ Diese müssten jetzt aufgebaut werden.

Heinz Rapp schlug vor, den beitragsfreien Senioren-Mitgliedern freiwillig zu überlassen, ob sie zukünftig einen Beitrag für die Schützenbruderschaft leisten wollen.

Schützenbrüdern gerecht werden

Wie lange die Bruderschaft mit der avisierten Beitragserhöhung wirtschaften kann, da blieb Wolfgang Riecke zurückhaltend. Nur soviel: „Seht die Erhöhung in einem großzügigerem Zeitfenster.“

Wäre dann nicht direkt eine Erhöhung auf 30 Euro sinnvoll? Der Geschäftsführende Vorstand sieht das nicht so. Kassierer Tobias Keil: „Der Mitgliedsbeitrag von 24 Euro würde reichen, um das operative Geschäft so lange wie möglich zu decken. Das ist aus unserer Sicht ein fairer Deal.“ Brudermeister Christoph Rapp ergänzte: „Wir wollen mit 30 Euro keinen Ärger haben, sondern auch den Schützenbrüdern gerecht werden, die in anderen Vereinen sind.“

Bedenken

Für den aktuellen Brudermeister und scheidenden Kompanieführer gab es während der Versammlung im Haus Drei Könige stehende Ovationen. 14 Jahre hatte „Keksi“ Rapp die Kompanie geführt. „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, denn hier war und ist ein pflegeleichtes und angenehmes Arbeiten möglich. Wir haben im Gesamtvorstand trotz etlicher Bedenken im vergangenen Jahr den richtigen Weg eingeschlagen. Es funktioniert.“

Zum neuen Kompanieführer wurde einstimmig Stefan Grote gewählt, sein Stellvertreter ist Rüdiger Wieden. Beim Posten des Fähnrichs setzte sich Sebastian Justin in geheimer Wahl mit 23 Stimmen gegen Jochen Peter (neun Stimmen) durch. Ersatzfähnriche sind Felix Rapp, Markus Barthelmes, Andre Bender und Dieter Morrei. Als 2. Schriftführer fungiert fortan Engelbert von Croy.

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