Geben und Nehmen

Geschenkehütte geht in die Verlängerung

Adalbert Allhoff-Cramer und Elisabeth Tillmann freuen sich über den Erfolg der „Geben-und-Nehmen-Hütte“. Die Aktion wird verlängert.

Foto: Marcus Bottin

Adalbert Allhoff-Cramer und Elisabeth Tillmann freuen sich über den Erfolg der „Geben-und-Nehmen-Hütte“. Die Aktion wird verlängert. Foto: Marcus Bottin

Balve.  Die Geschenkehütte in der Bogenstraße bleibt bis mindestens Mitte Januar geöffnet - testweise.

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Erfolgsgeschichten können eine Verlängerung vertragen. Die Geschenkehütte des Balver Fachhandels, in der vor Weihnachten Schönes und Nützliches, aber auch Überflüssiges und Unbenötigtes mitgenommen und vorbeigebracht werden konnte, ist so eine Erfolgsgeschichte – und bleibt noch länger geöffnet. „Bis zum 15. Januar machen wir mindestens weiter“, sagt Elisabeth Tillmann, eine der Organisatorinnen der Geben-und-Nehmen-Hütte. „Aber wir müssen mal schauen, wie die Resonanz ist und was noch kommt. Vielleicht lassen wir sie auch länger offen.“

Positive Zwischenbilanz

Die erste Zwischenbilanz der Verantwortlichen fällt positiv aus. „Alles lief soweit gut. Ein paar Sachen für den Sperrmüll waren zwar wieder dabei, aber die meisten gebrachten Sachen konnte man noch gut weiterverwenden“, erklärt Elisabeth Tillmann. „Es haben sich nicht alle an die Spielregeln gehalten. So wurden auch Schals und Kinderkleidung gebracht, obwohl wir gesagt haben, dass Kleidung ausdrücklich in diesem Jahr nicht erwünscht ist.“

„In den letzten Tagen hat sich nicht mehr so ganz viel getan“, weiß Mitorganisator Adalbert Allhoff-Cramer. „Deshalb weisen wir extra noch einmal auf die verlängerten Öffnungszeiten hin. Wer noch etwas hat, was gut verschenkt werden kann, der darf die Sachen gerne noch in der Hütte hinter der alten Blasius-Apotheke vorbeibringen.“ Vom Erfolg der Aktion ist der Balver überzeugt. „Ich bin total begeistert. In diesem Jahr hat es absolut keine Probleme gegeben. Und man ist überrascht, was die Leute noch so alles gebrauchen können.“

Isomatten für Zelturlaub

Porzellan sei immer gefragt, weiß Elisabeth Tillmann. Und auch gut erhaltene Kinderspielsachen müssen nicht lange auf neue Besitzer warten. Zurzeit sind zum Beispiel noch alte Schallplatten und viele Bücher im Angebot, aber auch Isomatten für den Zelturlaub und ein Fernsehgerät. Bücher, die am Ende der Aktion noch in den Regalen stehen, werde nicht weggeworfen sondern kommen in den öffentlichen Bücherschrank am neuen Stadtplatz.

Es gibt auch Sachen, die scheinbar keiner haben will. Kerzenständer, an denen noch Wachs klebt, zum Beispiel. Ein großes Stofftier, bei dem ein Ohr nur noch am seidenen Faden hängt, kann Adalbert Allhoff-Cramer so eben noch vor dem Sperrmüll retten. Während Elisabeth Tillmann das defekte Kuscheltier am liebsten aussortieren möchte, plädiert ihr Mitstreiter dafür, dem Liebhabteil noch eine Chance zu geben. Mit Nadel und Faden sollte der kleine Defekt schnell zu beheben sein.

Begehrtes Stofftier

Besonders gut erhaltene Stofftiere fanden meist schnell einen neuen Besitzer. Zum Beispiel eine große Maus, die noch aussah wie neu. „Da kam ein kleiner Junge und hat sich sofort in diese Maus verliebt“, erinnert sich Elisabeth Tillmann. Der Junge sagte, er dürfe die Maus aber nicht sofort mitnehmen, weil er keine Plastiktüte dabei hatte und seine Mama nicht wolle, dass er die Maus einfach so mitnehme. Seiner Bitte, kurz in der Hütte zu bleiben und auf die Maus aufzupassen, bis er von daheim eine Tasche geholt habe, kam Elisabeth Tillmann gerne nach. Von ähnlich schönen Erlebnisse berichten auch die beiden Helferinnen Petra Wick und Ingrid Schulte. Die Balver Geschenkehütte hat viele Fans.

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