Konzertabende

Glückwunsch für MGV „Cäcilia“ Volkringhausen aus 400 Kehlen

Es singt das Geburtstagskind selber, der MGV Volkringhausen mit Chorleiter Klaus Levermann

Es singt das Geburtstagskind selber, der MGV Volkringhausen mit Chorleiter Klaus Levermann

Foto: Aledxander Lück / Alexander Lück

Volkringhausen.  Der MGV „Cäcilia“ Volkringhausen feiert seinen 120. Geburtstag mit zwei Konzertabenden. Zahlreiche Chöre aus der Umgebung sind dabei.

Ein Glückwunsch aus 400 Kehlen: Mit zwei großen Konzertabenden in der Schützenhalle feierte der MGV „Cäcilia“ Volkringhausen am Wochenende seinen 120. Geburtstag.

Das Gründungsdatum des Männergesangvereins liegt kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert, 1899. Tobias Holz, der als Vorsitzender die Glückwunschworte des Chorverbandes Hönne-Ruhr überbrachte, zählte auf, was in diesem geschichtsträchtigen Jahr noch so alles ins Leben gerufen wurde: Aus Sicht der Fußballfans zum Beispiel die TSG Hoffenheim oder der AC Mailand. „Aber für die Weltgeschichte ist es doch viel wichtiger, dass es den MGV hier in Volkringhausen gibt.“ Und das Auto im gleichen Jahr sei auch nur deshalb erfunden worden, „damit die Männer aus Volkringhausen ganz schnell woanders hinkommen, um ihre Lieder hinaus in die Welt zu tragen“.

Zehn Chöre Freitag, vier Samstag

Am Freitag- und Samstagabend war es dann genau umgekehrt. Zahlreiche Chöre aus der Umgebung machten sich auf in das Dorf im Hönnetal, um dort ihre Stimmen zu einem riesengroßen Glückwunsch an den MGV Volkringhausen erklingen zu lassen. Zehn Chöre am Freitagabend, vier am Samstag.

Der Frauenchor aus Affeln musste leider noch kurzfristig absagen. Was die Gastgeber und Geburtstagskinder dadurch auffangen konnten, indem sie ihr eigenes Programm ein wenig verlängerten. Denn natürlich standen die Volkringhauser Sänger auch selbst auf der Bühne ihrer Schützenhalle, die sich dank vieler helfender Hände im Hintergrund adventlich dekoriert in einer stimmungsvollen Atmosphäre befand.

400 Sängerinnen und Sänger

Etwa 400 Sängerinnen und Sänger waren es an beiden Abenden zusammengenommen. Über die sich Andre Stracke, zweiter Vorsitzender des MGV, in seinen Begrüßungsworten sehr freute. Der Vorsitzende Thomas Dodt konnte das Jubiläumswochenende krankheitsbedingt nicht vor Ort verbringen, Stracke konnte aber herzliche Grüße von ihm an die Sängerschar überbringen. „Alt wie ein Baum“ sang etwa am Freitag die Chorgemeinschaft Altenaffeln in ihrem Beitrag. Passend für den Jubilar, wie Chorleiter Hermann Diebecker befand.

Der MGV „Eintracht“ Langenholthausen kündigte schon mal an, im kommenden Jahr - wenn man selber das 100. Wiegenfest begehen kann - mit ganz vielen der hier Beteiligten ein sicher ähnliches schönes Fest in großer Runde feiern zu wollen. Querbeet Eisborn wünschte allen musikalisch einen Schutzengel mit auf den Weg, und der Festspielchor der Balver Höhle hatte unter anderem beliebte Disney-Melodien aus der Eiskönigin mitgebracht.

Geschichten von der Polizeistunde

Der MGV Eintracht Mellen sorgte für große Erheiterung mit seinen Geschichten von der Polizeistunde im Golddorf: Eigentlich möchte da nämlich noch niemand nach Hause gehen. Und auch Cantiamo Garbeck, die Tonträger Neuenrade, der Kirchenchor St. Marien aus Fröndenberg (geleitet wie auch das Geburtstagskind von Klaus Levermann), die „Hönnetaler“ und amante della musica aus Menden wurden vom Publikum nur mit viel Applaus wieder von der Bühne gelassen.

Am Samstag waren es der Männerchor Balve, MGV Langscheid, der Hüingser Revivalchor und der gemischte Chor „Melodie“ Mellen, die in der Schützenhalle von Volkringhausen ihre Ständchen erklingen ließen. Zum „Westfälischen Sängergruß“ erhob sich dann die ganze Halle und ließ selbigen gemeinsam stimmgewaltig erschallen.

Auch Musik vom Band

An beiden Abenden kam im Anschluss noch ein wenig Musik vom Band beziehungsweise vom DJ, so dass noch ein paar gemütliche Stunden lang weiter gefeiert werden konnte. Dieses musikalische Wochenende war der letzte große Akt im Jubiläumsjahr des MGV. „Es war ein sehr schönes Jahr“, resümierte Andre Stracke. Schon kurz vor diesem Jahr hatte man sich im Herbst 2018 mit der Bestätigung des Meisterchortitels selbst beschenkt.

Spannung fällt ab

Danach fiel von den Sängern eine gewisse Spannung ab. Und nach einem Jahr der Feierlichkeiten bricht man auch musikalisch zu neuen Ufern auf. Andre Stracke erzählt, dass man sich momentan etwa Musik aus dem Alpenraum widmet, ein bisschen volkstümlich, ein bisschen rockig, auf jeder Fall aber sehr schön. „Unser Chorleiter Klaus Levermann bringt viele gute Ideen ein“, so Stracke.

Mit 33 Aktiven ist der Chor gut aufgestellt, und zwar in allen Altersstufen. Die Jüngsten sind noch Teenager beziehungsweise Anfang 20 – bei weitem keine Selbstverständlichkeit.

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