BECKUM

Goldhochzeit bei Königs: Dankgottesdienst mit Küsschen

Irmgard und Martin König feiern Goldhochzeit im eigenen Restaurant.

Irmgard und Martin König feiern Goldhochzeit im eigenen Restaurant.

Foto: Livia Krimpelbein / wp

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Beckum. Es war 1968 in Beckum, da wurden die 26-jährige Irmgard und der 24-jährige Martin ein Paar. Eine Hochzeit, drei Kinder und fünf Enkel später feierten die Königs am 21. August 2019 ihre Goldhochzeit – im familieneigenen Gasthaus!

„Das hier ist ja mein Elternhaus“, erinnert sich die 77-Jährige, auf der hölzernen Bank im Gasthof sitzend, zurück. Damals habe sie mit 15 Jahren in der noch viel kleineren Gaststätte ihrer Eltern angefangen zu arbeiten. „Ich habe dann in die Familie eingeheiratet“, erklärt ihr Gatte. Schon ein Jahr nach dem Beginn ihrer Beziehung gaben sich die beiden das Ja-Wort.

Für Martin König hieß es, ab jetzt wird im Gasthaus gearbeitet. Nicht nur das: „Ich habe ja auch gleichzeitig noch die Landwirtschaft betrieben“, erklärt der Senior. Das gemeinsame Arbeiten ist ihr Geheimrezept für die erfolgreiche Ehe.

Wenn die beiden zurückblicken, sind sie stolz auf sich: „Wir waren dabei, als hier alles immer größer und größer wurde“, erklärt Irmgard König stolz und blickt sich im Thekenzimmer um. Heute ist hier alles in Gold geschmückt – passend zum Festtag des Paares. Die beiden selbst sind mit ihren bordeauxroten Oberteilen – einem glitzernden Pullover und einem Hemd – Hingucker.

Am Jubeltag genießen die Zwei, sich den ganzen Tag lang bedienen zu lassen. „Ja, ich hab‘ auch mal frei“, lacht Martin König. Der 74-Jährige konnte sich nämlich bislang nicht vom Familienunternehmen lösen: „Ich steh’ hier ja noch immer jeden Tag hinter der Theke.“. So komme er auch noch täglich mit Menschen in Kontakt. Das Restaurant ist sowieso noch in der Familie: Jetzt leitet es Königs jüngster Sohn Thomas, Inhaber der Gaststätte und zugleich Koch.

Am Mittwoch feiert die ganze Familie ohne Arbeit – größtenteils. Zuerst hat es am Morgen einen Dankgottesdienst gegeben – „Da gab’s auch noch einen Kuss“ – und dann sind sie in die familiäre Gastro gegangen. „Zuerst hatten wir ein kleines Buffet und dann Kaffee und Kuchen“, erzählt Frau König.

Gäste singen mit

Nachmittags gibt’s Musik: Der älteste Sohn der Königs – Christian – hat sich Gedanken gemacht. Auf seinem Akkordeon spielt der junge Mann seinen Eltern ihre Liebesgeschichte vor. Mit Unterstützung der vielen anderen Gäste erzählt er vom Polterabend, von Stammtischen, deren Reisen. „Weiter weg ist die Truppe aber nie gefahren“, erklärt er. „Und warum?“ – Es folgt das Lied „Es gibt kein Bier auf Hawaii“.

Gelächter folgt vor allem auf das Lied, das Christian König für die Hochzeitsnacht gewählt hat: „Macht man beim Hulapalu vielleicht die Augen zu?“, singt der Sohnemann. „Hat er echt super gemacht“, resümiert Martin König. „Der hat das ja von mir. Ich hab ja auch lang Akkordeon gespielt, und Trompete. Das liegt in den Genen.“

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