BALVE

Pflege: Treffpunkt Demenz gibt Tipps im Balver Campus

Eine 40-köpfige Besucherschar lässt sich über Pflege-Themen informieren.                          

Eine 40-köpfige Besucherschar lässt sich über Pflege-Themen informieren.                          

Foto: Klaus Mindhoff

Balve.   Was macht der Medizinische Dienst – und warum? Wie wichtig ist eine Patientenverfügung?`Gibt es Alternativen? Fragen und Antworten.

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Der Treffpunkt Demenz Balve hat mit einer Informationsveranstaltung für pflegende Angehörige im Campus ein breites Publikum erreicht. 40 interessierte Besucher erfuhren von Annegret Röllmann, Pflegeberatung Märkischer Kreis, wie die Begutachtung des Medizinischen Dienstes läuft.

Von Körperpflege bis Kochen

Wichtig ist demnach, die tatsächliche häusliche Situation zu dokumentieren. Was kann die betroffene Person noch selber, kann sie das immer selber oder nur in bestimmten Momenten. Angefangen von der Körperpflege, An- und Auskleiden, den täglichen Besorgungen, Kochen und Essen, Anträge stellen, Aktiv werden, Planen, dem Tag Struktur geben. Anhand von Beispielen wurde ein Wochenkalender erarbeiten, in dem die ganze Familie und alle Aktivitäten, etwa ein Besuch im Café Treffpunkt (Demenzbetreuung), Tablettengaben, Essen auf Rädern oder gemeinsame Arztbesuche festgehalten wurden.

Tabletten, Dusche, Bad

Oft ist es nötig, auch die einfachsten Vorgänge festzuhalten. Sind die Tabletten gereicht worden, und sind sie auch eingenommen worden? Ist jemand nur im Bad verschwunden, oder hat er sich tatsächlich geduscht?

Alles sei wichtig für die Beurteilung des Pflegegrades und der möglichen Hilfen durch die Pflegekasse, betonte Annegret Röllmann.

Willen ausdrücklich erklären

Im zweiten Teil stellte Silvia Apel, Pflegeexpertin des Patienteninformationszentrums Hellersen, die Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht oder Vertretungsvollmacht vor. Fragestellungen lauteten: Wie möchte ich gepflegt werden, wenn ich krank werde und es nicht mehr selber äußern kann? Für die Angehörigen ist es schwer, den Willen eines kranken Menschen durchzusetzen, wenn er nicht vorher ausdrücklich festgehalten wurde – im Gespräch in der Familie oder aber schriftlich. Silvia Apels Rat: „Viel besser ist es heute, wenn es mir gut geht, meinen Willen festzulegen.“

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