DEMENZ

Hemers LWL-Klinik stellt in Balve Demenz-Ambulanz vor

Bürgermeister Hubertus Mühling weiß die Arbeit des Vereins Treffpunkt Demenz zu schätzen (hier mit Vorstandsdamen)

Bürgermeister Hubertus Mühling weiß die Arbeit des Vereins Treffpunkt Demenz zu schätzen (hier mit Vorstandsdamen)

Foto: Sven Paul

Balve.   Volkskrankheit Demenz – sie trifft auch die Angehörigen. Die Hans-Prinzhorn-Klinik in Hemer bietet jetzt eine Ambulanz. Was zählt dabei?

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Eine Ambulanz für Angehörige von Demenzkranken ist in der Hans-Prinzhorn-Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Hemer eingerichtet. Das in der Region einzigartige Angebot stellten Fachleute der Klinik bei einem Info-Abend des Treffpunkts Demenz im Balver Campus vor.

Angebot für den ländlichen Raum

„Es ist gelungen, die Patienten in unserem ländlichen Raum bedarfsgerecht und in gewohntem Lebensumfeld zu versorgen“, freute sich Treffpunkt-Vorsitzende Heike Guth-Mindhoff. Was passiert in der Klinik?

Diagnose, Behandlung, häusliche Situation

„Es erfolgt die ausführliche Klärung der Gesamtsituation und des Erkrankungsbildes. Gedächtnistests zeigen in kurzer Zeit, ob es eine Demenz oder eine andere psychiatrische Erkrankung sein könnte und wie man weiter vorgeht“, erläuterte Heike Guth-Mindhoff. Weitere Untersuchungen zeigen demnach, ob Medikamente helfen können. Die häusliche Situation wird zudem in Augenschein genommen, Hilfe bei Anträgen angeboten. Ansprechpartner in der Klinik – auch für türkische Mitbürger – sind Elke Koling, Melanie Schlüter und Volker Wippermann. Elke Koling ist Leitende Oberärztin und Fachärztin für Neurologie im Gerontopsychiatrischen Zentrum der Klink. Sie stellte medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlung bei Demenz vor. Fragen waren erwünscht.

Hilfe für Angehörige

„Demenz ist leider immer noch ein Tabu-Thema, welches man in die eigenen vier Wände einsperren möchte“, weiß Heike Guth-Mindhoff. Angehörige, die oft Belastungsgrenzen kommen, können Hilfe in Balve finden. Montags, mittwochs und samstags wird die Betreuungsgruppe von qualifizierten Demenzbetreuern geführt. Bei der Therapie geht es nicht-medikamentöse Behandlungsformen. Beim Austausch, Basteln, Singen und Musizieren, Kochen, Lesen und Vorlesen, bei Bewegung und Tanz erleben alle eine fröhliche und aufmunternde Zeit.

Der nächste Termin

Der Treffpunkt Demenz bietet überdies eine Selbsthilfegruppe an Der Kreis trifft sich monatlich. Nächster Termin: Dienstag, 25. Juni, 18.30 Uhr, Altenheim St. Johannes.

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