Musikalischer Abend

Hommage an Dichter und Kirchenmusiker Theodor Pröpper

Foto: justin weers

Balve.   Die Christine-Koch-Gesellschaft und die Katholische Pfarrgemeinde Balve laden am Sonntag, 19. Oktober, zu einer literarisch-musikalischen Hommage an den Dichter und Kirchenmusiker Theodor Pröpper (1896 - 1979) ein. Beginn ist um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Blasius.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Alle Literatur- und Musikliebhaber, aber auch die Heimatfreunde sind willkommen, denn Theodor Pröpper war nicht nur Kirchenmusiker und Schriftsteller, sondern auch viele Jahre lang stellvertretender Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes.

„Man nannte ihn Spielmann Gottes. Seine Musik, sein Schreiben, sein Tun und Wollen war engagiertes, leidenschaftliches Spiel. Spiel für Gott, Spiel für die Menschen, immer mittendrin, nicht Zuschauer, sondern Akteur“, urteilte Dietmar Rost im Sauerländer Schriftstellerlexikon zehn Jahre nach dem Tode des Musiker-Literaten. Ein Urteil, das auch das mutige Eintreten für Diskriminierte und Verfolgte in Balve zwischen 1933 und 1945 einschließt, in dessen Folge Theodor Pröpper selbst zum Verfolgten des Nationalsozialismus wurde.

Langjährige Opernsängerin

Heute weitgehend vergessene Texte aus dem schriftstellerischen Werk des couragierten Musiker-Literaten rezitiert Anita Freitag-Richartz, langjährige Opernsängerin an der Deutschen Oper Berlin. Eine auf Pröppers musikalisches Gesamtwerk abgestimmte, repräsentative Kompositionsauswahl an der Orgel interpretiert Dr. Wolf Kalipp, Musikwissenschaftler und Lektor für den Verlag Schott in Mainz. Auf die Besucher kommt ein abwechslungsreicher und lohnender Abend zu.

Theodor Pröpper war ein geschätzter Musiker, Dichter und Schriftsteller. Sein Schaffen stand unter dem Leitbild „Glaube und Heimat“. Der Organist genießt in der Hönnestadt sehr hohes Ansehen. „Er war eine große Persönlichkeit“, sagt Musik- und Kulturwissenschaftler Dr. Wolf Kalipp, der mit Opernsängerin Anita Richartz-Freitag den literarisch-musikalischen Rezitationsabend begleiten wird. „Dafür kann ich mir keinen schöneren Raum vorstellen, als den romanischen Teil der St.-Blasius-Kirche“, sagt Kalipp.

Theodor Pröpper war Gründungsmitglied und Vorsitzender der Heimwacht von 1921 bis 1934 sowie ab der Neugründung 1947 bis 1953. Ab 1950 fungierte er zudem als 2. Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes. 1953 ernannte der Erzbischof von Paderborn Pröpper zum Kirchenmusikdirektor, 1961 wurde er Ehrenbürger der Stadt Balve. Am 21. Mai 1966 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Eintritt ist frei

„Theodor Pröpper war ein interessanter Mann, der einen hohen Stellenwert in der westfälischen Musikgeschichte hat“, sagt Dr. Wolf Kalipp aus Soest. Der Rezitationsabend bietet Sitzgelegenheit für rund 100 Besucher. Der Eintritt ist frei. Ein Kollekte-Korb zur Deckung der Kosten steht bereit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben