Interview mit Marco Mzee

„Ihr wisst, wie ein Künstler verwöhnt wird“

DJ Marco Mzee in der Balver Höhle

Foto: Alexander Bange

DJ Marco Mzee in der Balver Höhle Foto: Alexander Bange

Balve.   Wir erreichen Marco Neuhauser in Höhnhart (Oberösterreich). Auf seinem Handy läuft kurz italienische Musik, dann nimmt er ab. „Grüß Gott.“

Italienische Musik statt eines Schlager-Ohrwurms? „Ich mag keine eigenen Songs als Hintergrundmusik“, sagt Marco Neuhauser, der als Marco Mzee am Samstag, 11. November, die Aprés-Ski-Party in der Balver Höhle zum Kochen bringen wird. Zum zweiten Mal. Wir haben mit dem DJ aus den Bergen gesprochen – 27 Minuten lang.

Vergangenes Jahr waren Sie zum ersten Mal in Balve und in der Höhle. Wie war es?

Marco Mzee: „Unglaublich. Super Stimmung, super Atmosphäre, ein tolles Publikum. Ich muss zugeben: ich war ein bissl angespannt. Ich kannte die Höhle aus dem Fernsehen, von Deutschland sucht den Superstar und natürlich dem Fanta-Vier-Konzert. Kurios: Die DVD liegt bei mir zu Hause. Ich habe mich sehr gefreut, als die Veranstalter signalisiert haben, dass ich wiederkommen darf. Ich bin der erste österreichische DJ in der Höhle.“

Die Veranstalter – Schützenbruderschaft Beckum, SuS Beckum und LAM-Showtechnik – haben Sie über den Klee gelobt: „Cool, lässig, bodenständig.“ Wie sind Sie empfangen worden?

„Herzlich von der ersten Minute an. Ich war in einem kleinen Tourbus angereist, etwa 800 Kilometer. Da grübelt man schon, wie das wohl wird? Aber als ich ankam, war alles ganz locker und unverkrampft – so, als würde man sich gegenseitig über Jahre hinweg kennen. Wunderbar, perfekt. Vom Hotel angefangen über die Autogrammstunde bis hin zum Auftritt. Ihr wisst, wie ein Künstler verwöhnt wird.“

Wann stand fest, dass Sie ein zweites Mal in Balve auftreten werden?

„An Ort und Stelle nach der Aprés-Ski-Party im Vorjahr. Die Veranstalter sind im Schützenheim auf mich zugekommen und haben mir gesagt: ‘Das passt. Das möchten wir wieder’. Auch von meiner Seite aus hat es zu 100 Prozent gepasst.“

Was haben Sie aus der Balver Höhle mitgenommen?

„Das Sauerland-Lied. Unfassbar, wie textsicher Ihr das abruft. Und ich kann Euch sagen: Das Sauerland-Lied steht in jeder Aprés-Ski-Hütte in Ischgl und Umgebung immer auf der Playlist. Und wird auch in Österreich geliebt.“

Gute Werbung.

„Wohl wahr.“

Was erwartet das Partyvolk am 11. November in unserem Felsendom?

„Aprés-Ski-Hits, Schlager, Evergreens. Kein Rock und Pop im klassischen Sinne.“

Als zweiter Act tritt Gentleman Dee, der selbst ernannte „Lord of Saxophone“ auf. Kennen Sie ihn?

„Nicht persönlich. Ich habe mich im Internet schlau gemacht. Ich gehe davon aus, dass wir beide auf unsere jeweilige Art die Leute zum Feiern animieren werden.“

Wie sieht Ihr Programm bis zur Aprés-Ski-Party in der Balver Höhle aus?

„Diese Woche ist Ruhe angesagt. In der Woche der Aprés-Ski-Party in Balve bin ich dann voll auf Tour. Donnerstags in Pforzheim, freitags in Lübeck, dann in Balve und am Sonntag geht es nach Belgien.“

Wie halten Sie sich fit?

„Weniger mit Sport. Ich genieße momentan jeden Tag. Auf Tour lege ich mich nach den Auftritten schlafen, ebenso mittags im Hotel. Ich reise nicht auf die letzte Minute an.“

Die Aprés-Ski-Veranstalter erzählen von Künstlern, die längst nicht so bodenständig sind. Gibt es Star-Allüren in Ihrer Branche?

„Absolut. Habe ich zum Beispiel sehr deutlich auf den Stuttgarter Wasen erlebt. Es gibt Künstler, die ohne Liebe 30 Minuten ihr Programm trällern, manche ausschließlich Playback. Dabei ist es enorm wichtig, respektvoll gegenüber dem Publikum zu sein. Hallo? Die zahlen die Gage.“

Würden Sie auch 2018 in der Balver Höhle auflegen?

„Kann ich mir total gut vorstellen, gerne auch in Kombination mit einem weiteren Künstler. Die Veranstalter entscheiden. Ich komme jedes Mal gerne wieder nach Balve.“

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