Nachwuchsmangel

In Balve werden Sternsinger dringend gesucht

Die Balver Sternsinger suchen Verstärkung.

Die Balver Sternsinger suchen Verstärkung.

Foto: wp

Balve.  Die Sternsingeraktion steht unter dem Motto: „Wir gehören zusammen – In Peru und der Welt“. Es soll behinderten Kindern in Peru geholfen werden.

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Die Balver Sternsinger haben ein Problem. Am Montag, 5. Januar, wollen sie als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet wieder von Tür zu Tür gehen, um den Menschen den Segen „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus – zu übermitteln. Doch es gibt immer weniger Kinder, geschweige denn Jugendliche oder gar Erwachsene, die bereit sind, sich bei Wind und Wetter in den Dienst einer guten Sache zu stellen, heißt es von den Organisatoren.

Vorbereitungsreffen im Dezember

„Und das, obwohl die Sternsingeraktion viel mehr ist als nur eine alte Tradition, sondern ein tolles und im besten Sinne christliches Projekt der Nächstenliebe, bei dem schon Kinder erfahren können, wie sie ganz praktisch durch persönliches Engagement anderen Kindern helfen können“, so Vikar Tobias Kiene, bei dem auch in diesem Jahr wieder alle Fäden der Vorbereitung zusammenlaufen.

Kiene und seine Mitstreiter rühren schon seit Wochen die Werbetrommel in Schulen und Vereinen, mussten aber feststellen: „Begeisterung sieht anders aus. Bei der letzten Sternsingeraktion beteiligten sich nur noch rund 30 Kinder. Es wäre schön, wenn es diesmal ein paar mehr wären“, so Vikar Kiene.

Deshalb appelliert Kiene an die Eltern, mit ihren Kindern zu sprechen und sie als Sternsinger zu gewinnen. Der neue Organist, Maximilian Wolf, hat sich bereit erklärt, mit den Kindern Text und Melodie des von Theodor Pröpper komponierten und von ihm verfassten Liedes einzustudieren.

Das erste Vorbereitungstreffen findet am Samstag, 8. Dezember, um 11 Uhr im Marienheim (Kindergarten) statt, das zweite Treffen ebenfalls dort am 29. Dezember um 10 Uhr.

Während früher die Sternsinger einfach von Haus zu Haus gingen, ist das heute aufgrund der wenigen mitmachenden Kinder nicht mehr leistbar, so dass, wie schon seit einigen Jahren, in den Balver Geschäften Listen auslagen, in die man sich eintragen konnte, wenn man den Besuch der Sternsinger wünschte.

Geschlossene Box statt Liste

Aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung ist die offene Auslegung dieser Namens- und Adresslisten nicht mehr erlaubt, so dass das Organisationsteam in der Kirche wie auch auf den Ladentheken der Geschäfte kleine Boxen aufstellen wird, in die man unter Angabe der Anschrift seinen Besuchswunsch für die Sternsinger einwerfen kann.

Auf die in der Vergangenheit bei der Aussendungsfeier gemachten Fotos der Sternsingerkinder wird künftig verzichtet, da für diese Aufnahme beide Elternteile schriftlich ihre Einwilligung geben müssen. Der Aufwand wäre zu groß.

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