GARBECK

Garbecks König Stefan kann es kaum fassen

Triumpfmarsch des neues Königspaares Stefan und Kirsten durch Garbeck

Triumpfmarsch des neues Königspaares Stefan und Kirsten durch Garbeck

Foto: Sven Paul / WP

Garbeck.  Große Gefühle: Stefan Rüth hat’s geschafft. Jetzt ist er Garbecks Schützenkönig. Mit seiner Kirsten genießt er den Umzug durchs Dorf.

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Stefan Rüth regiert Garbecks Schützenschar. Nach einem letztlich erfolglosen Versuch im vergangenen Jahr wollte er es nun noch einmal wirklich wissen. Lebensgefährtin Kirsten Bender steht ihm als Königin zur Seite.

Kühles Wetter, heißes Schießen

Es war ungefähr 11.40 Uhr am Montagvormittag, als Stefan Rüth die Hände über dem Kopf zusammen schlug. Nicht aus Entsetzen, sondern eher vor Freude und Überwältigung. Soeben hatten sich aus der Vogelstange hoch oben am Holloh die allerletzten Reste des Holzvogels gelöst und damit den 43-Jährigen zum neuen König der Garbecker Schützenbruderschaft gemacht.

16 Schüsse hatte Rüth selber auf den Aar abgefeuert im Rahmen des Vogelschießens, das schließlich etwas mehr als eine Stunde dauerte auf einer gut besuchten Vogelwiese, bei allerdings fast herbstlicher Witterung.

Umso heißer lief der Wettkampf. 131 Schüsse hielt das Federvieh insgesamt stand, bevor es den letzten Widerstand aufgab. Das Nachsehen hatten damit auch die anderen Bewerber um die Garbecker Königswürde. Vier waren es am Schluss, Stefan Rüth eingeschlossen.

Zu Beginn hatte es auch noch eine deutlich längere Schlange am Gewehr gegeben, die Joachim Voigt als Moderator sicher in die richtige Reihenfolge brachte. Ingo Severin, Philipp Schulte-Fabry und Guido Grevener, der seine Ambitionen ja auch im Vorfeld schon nicht wirklich verheimlicht hatte, waren am Ende geschlagen. Für sie bleibt möglicherweise die Aussicht auf 2020. Dann bekanntlich im Wettbewerb auf der neuen Vogelstange.

Abschied von der alten Stange

Denn für die alte Anlage hat das letzte Stündlein geschlagen. Und Stefan Rüth geht als ihr letzter König in die Geschichtsbücher der Bruderschaft ein. 2018 hatte er es übrigens auch schon versucht. Damals gab es im Laufe des Vogelschießens einen Gewehrwechsel, nachdem dann Ralf Geuyen mit dem Vogel ziemlich kurzen Prozess gemacht hatte. Vielleicht eine kleiner Nachteil damals für Rüth sowie Ingo Severin, der ebenfalls im vorigen Jahr schon Ehrgeiz gehegt hatte.

Und genau deshalb spendierte die Bruderschaft Heilige Drei Könige den beiden jeweils ein paar Schießmarken für die diesjährige Auflage am Holloh. „Und dann schießt man ja auch mit“, grinste Stefan Rüth im Anschluss. Einen besonderen Anlass für seinen Königsschuss gibt es nämlich sonst nicht. „Aus Spaß an der Freude“, berichtete der 43 Jahre alte Außendienstler, der mit seiner Lebensgefährtin Kirsten Bender in Höveringhausen zuhause ist.

Und eben die herzliche Heilerziehungspflegerin wählte er natürlich auch zu seiner Königin für das nun folgende Regentschaftsjahr. Es folgt eine lange Schlange an Gratulanten, allen voran das scheidende Königspaar Ralf und Monika Geuyen, die ihre Nachfolger erstmal ganz fest drückten. Mit einer Stimme, die schon ein paar Feierstunden nicht verleugnen konnte, hatte Ralf Geuyen zuvor auf die ersten beiden Festtage zurück geblickt. Noch immer sprudelte er vor Euphorie fast über.

Guter Besuch, super Stimmung

Auch am Sonntag hatte es das Königspaar nach dem Festzug so richtig krachen lassen. Bis in die frühen Morgenstunden ging das und endete natürlich mit dem für Schützenfest obligatorischen Eierbacken. Und wie schon zuvor wollte Geuyen – neben der Königin natürlich – vor allem seinem Hofstaat ein dickes Dankeschön aussprechen.

Und auch Hubertus Schulte, Vorsitzender der Bruderschaft, zeigte sich sehr zufrieden. „Guter Besuch und eine super Stimmung“ bescheinigte er dem Garbecker Hochfest für alle Festtage.

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