KOMMUNALWAHL

KOMMENTAR: Bewegung bei der Wahl in Balve

Balves Bürgermeister Hubertus Mühling im Corona-Interview. Sein Krisenmanagement wurde honoriert. Für seine Rolle in der Steinbruch-Debatte wurde er abgestraft,

Balves Bürgermeister Hubertus Mühling im Corona-Interview. Sein Krisenmanagement wurde honoriert. Für seine Rolle in der Steinbruch-Debatte wurde er abgestraft,

Foto: jürgen overkott / WP

Auf den ersten Blick hat sich bei der Kommunalwahl in Balve nichts verändert. Tatsächlich gibt es beim Wahlvolk Bewegung. Stichwort: Steinbruch.

Nur auf den ersten Blick hat sich in Balve nichts verändert: Hubertus Mühling bleibt der erste Mann der Stadt, die CDU hält die absolute Mehrheit. UWG und SPD treten im Rat auf der Stelle.
Eine klare Wechselstimmung war in der Stadt nicht auszumachen. Wie auch anders? Mehrheitsfraktion und Opposition stimmen oft einmütig ab, in den Ausschüssen wie im Rat.


Dennoch ist die Lage nicht so statisch, wie sie scheint. Es hat sich in den vergangenen Monaten ein Problemfeld aufgetan, dass Politik und Verwaltung beackern müssen. Am geplanten Ausbau des Steinbruchs bei Eisborn scheiden sich die Geister. Das Wahlvolk fürchtet, die Erweiterung schränke die Lebensqualität der Anwohner ein, schädige die Umwelt, sichere kaum Arbeitsplätze und bringe kaum Gewerbesteuer. Dafür strafte es den Bürgermeister ab. Umgekehrt profitierte sein Herausforderer Lorenz Schnadt von seinem klaren Kurs. Dennoch haben Bürgermeister wie Oppositionsführer erkannt, dass die Arbeit keineswegs beendet ist, sie beginnt gerade. Am Ende dürfte ein Kompromiss stehen. Jetzt geht es darum, das Beste für Eisborn und seine Bewohner herauszuholen.


Doch jenseits von Eisborn halten die Bürger die Union für die kompetenteste Partei. In den südlichen Stadtteilen waren andere Themen wichtig. Da ging es – wie vielerorts zu hören war – um Erziehung und Bildung. Auch neue Baugebiete spielten eine Rolle. Dem Vertrauensvorschuss müssen jetzt Taten folgen.

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