KOMMENTAR

Kommentar zu Hönnetal-Tourismus: Angebot war überfällig

Wanderpaket für Hönnetal-Urlauber: Der kommunale Verein Hönnetal/Sauerland Tourismus e.V. präsentierte im Landgasthof "Zur Borke" ein Vier-Tage-Paket.

Wanderpaket für Hönnetal-Urlauber: Der kommunale Verein Hönnetal/Sauerland Tourismus e.V. präsentierte im Landgasthof "Zur Borke" ein Vier-Tage-Paket.

Foto: jürgen overkott / WP

Das Angebot war überfällig. Der Hönnetal-Tourismus setzt zum Auftakt der Saison ein Ausrufe-Zeichen. Dennoch gibt es noch Verbesserungspotenzial.

Ein Tal mit romantischer Fels-Kulisse und bewaldete Höhen mit Panorama-Blick: Gastronomen und Hotelbetriebe haben das Potenzial längst erkannt. Jetzt folgt auch der kommunale Tourismus-Verein Hönnetal/Sauerland. Seine Kurzurlaubsoffensive war überfällig. Was ist gut daran?


Erstens, der Markt ist da. Er wächst. Die Zielgruppe ist das genussfreudige Mittelalter von Rhein, Ruhr und Maas mit Vorliebe für Natur pur im nahen Mittelgebirge. Kurze Anfahrt zum Urlaubsort schont die Umwelt. Zweitens, die Initiative offenbart: Die Hönnetaler haben erkannt, dass sie nur gemeinsam stark sind. Eine Region kann sich besser vermarkten, als eine einzelne Kommune es in einem unübersichtlichen Markt kann. Verstärkte Vernetzung schadet nicht – etwa mit dem Freizeit- und Tourismus-Verband Märkisches Sauerland und dem Sauerland-Tourismus.


Drittens, die Hönne-Touristiker haben erkannt, dass die Generation Smartphone digitale Angebote braucht. Herbergungsbetriebe, die sich mit dem Netz noch schwer tun, erhalten Hilfe. Viertens, die heimische Wirtschaft profitiert: Beherbergungsgewerbe, Gastronomie und nicht zuletzt der Einzelhandel.


Der Auftakt ist gut, keine Frage. Es kann aber noch besser werden. Wer Fahrrad-Angebote vermarkten will, braucht gute Pisten. Die schönste Strecke indes ist für Radfahrer lebensgefährlich: die B 515 im Hönnetal. Mehr Sicherheit tut Not. Es wird Zeit für eine Lösung.

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