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Luisenhütte: Warum die Sommerferien die Bilanz retteten

Museumsführer Detlef Becker kürzlich mit einer Besucherin auf einem Rundgang durch die Luisenhütte.

Museumsführer Detlef Becker kürzlich mit einer Besucherin auf einem Rundgang durch die Luisenhütte.

Foto: Peter Müller / WP

Balve.  Corona verhagelte den Kreismuseen im Frühjahr die Bilanz. Und das kamen die Sommerferien. Wie lief es in der Luisenhütte?

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Das Corona-Jahr 2020 hat bei nordrhein-westfälischen Museen für Überraschungen gesorgt. Nach der Virus-Zwangspause im Frühjahr erlebten sie positive Tendenzen bei den Besucherzahlen – gerade im Hochsommer. „Dieser Trend gilt für die nordrhein-westfälischen Schulferien tatsächlich auch für die Luisenhütte“, berichtete der Chef der Kreismuseen, Stephan Sensen, auf Anfrage der „Westfalenpost“.

Im Juli gab es demnach mit 474 reinen Museumsbesuchen ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber Juli 2019. Damals waren es lediglich 317 Museumsbesuche.

Im August 2020 (440 Besuche) lag das Plus gegenüber August 2019 (421 Besuche) immerhin noch bei fast fünf Prozent, obwohl die Schulferien nur noch bis zum 11. August 2020 gingen.

Schulklassen fehlten

Sensen weiter: „Insgesamt werden die Besuchszahlen der Luisenhütte im Jahr 2020 aber deutlich niedriger als 2019 liegen.“ Das liege in erster Linie daran, dass dieses Jahr beide Großveranstaltungen – das Museumsfest an der Luisenhütte am 17. Mai als Saisoneröffnung und „Luise heizt ein“ am 11. Juli – wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Im vergangenen Jahr zählten allein diese beiden Veranstaltungen 4500 der insgesamt 7861 Besuche im Jahr. Darüber hinaus war die Luisenhütte wegen Corona bis zum 18. Mai geschlossen.

Und noch eines: Schulklassen durften vor den Schulsommerferien überhaupt keine Ausflüge machen, auch keine Museumsbesuche. Deshalb gab es im Mai und Juni an der Luisenhütte zusammen nur 314 reine Museumsbesuche zu verzeichnen. 2019 waren’s 863. „Auch jetzt ist es für Schulklassen deutlich schwieriger als früher, Museumsbesuche zu planen und zu organisieren“, fügte Sensen hinzu.

Der Museumschef erwartet für dieses Jahr unterm Strich lediglich rund 1.800 Besucher.

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