FAHRT

Männerchor Balve: Darum war Paar aus Ukraine gerührt

| Lesedauer: 2 Minuten
Sveta und Valerii (2. und 3. von rechts) sind mit dem Männerchor Balve unterwegs. Sie schätzen die neue Gemeinschaft.

Sveta und Valerii (2. und 3. von rechts) sind mit dem Männerchor Balve unterwegs. Sie schätzen die neue Gemeinschaft.

Foto: Männerchor Balve

Balve.  Männerchor-Chef Bernhard Krüdewagen hat ein Paar aus der Ukraine aufgenommen. Er hat es gleich integriert. Was die Geflüchteten so bewegt hat.

Endlich wieder Gemeinschaft erleben, Eindrücke sammeln, für ein großes Publikum singen. Der Balver Männerchor ging auf Chorfahrt. Er hatte besondere Gäste dabei.

Gefallen hat die viertägige Chorfahrt, die in das Dreiländereck Niedersachsen/Thüringen/Hessen führte, allen der 80 Teilnehmer, die zu Beginn in die zwei Reisebusse von Balve aus gestiegen waren. Von einem mitfahrende Paar aber gab es am Ende für die Organisatoren und die Gemeinschaft besonders rührende Dankesworte. Sveta und Valerii flohen vor dem Krieg aus ihrer ukrainischen Heimat Charkiw, leben nun in Balve, wo sie Bernhard Krüdewagen und Familie untergebracht haben.

Vier Tage, drei Bundesländer

Als Vorsitzender des Balver Männerchores hat Krüdewagen Valerii auch gleich mal zu den wöchentlichen Proben der Sängerschar gelockt. Zudem wurde das Paar auch vom Chor auf die Fahrt eingeladen, die nach mehrfacher corona-bedingter Verschiebung endlich stattfand.

Dank an Marc Gilles

Zusammen mit den Sängern, Familien, Passiven, Freunden und Gönnern des Chores erlebten Sveta und Valerii die vier Tage in drei Bundesländern. Erstes Ziel war die Dreiflüssestadt Hannoversch Münden, Hauptort der Tour aber war das thüringische Mühlhausen. Das dort bekannte Pflaumenblütenfest konnte man nicht nur als Besucher erleben, sondern auf einer Bühne auch die anderen Besucher musikalisch unterhalten. Gesungen wurde dann auch noch in einem Pfingstgottesdienst unter der Leitung von Alexander Jedowski und Jürgen Giersch. Schließlich erkundete die Gruppe noch die Landeshauptstadt Erfurt und am Tag der Rückfahrt das Unesco-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel mit der beeindruckenden Herkules-Statue. Das alles war immer verbunden mit manch kulinarischen Genüssen und viel Zeit für Geselligkeit und Gesang, wie einem spontanen Ständchen für das Hotelpersonal. Danken möchten alle Teilnehmer vor allem der hervorragenden Organisation durch Sangesbruder Marc Gilles.

Große Emotionen

Wohin die nächste Fahrt in zwei Jahren gehen wird, bleibt noch geheim. Berührt hat alle die Reaktion von Sveta und Valerii: „Es gibt Menschen, die diese Welt freundlicher machen, und es ist schön zu wissen, dass es diese Menschen gibt. Vielen Dank.“ Er und seine Partnerin fühlten sich sehr wohl und gut aufgenommen in der Gemeinschaft: „Es ist unmöglich, alles in Worten auszudrücken, denn Gefühle sind in der Seele und nicht in Worten.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Balve

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben