LANDWIRTSCHAFT

Märkischer Kreis: Bilanz der Ernte fällt süß-sauer aus

Sorpemilch in Bruchhausen (Archivbild) und Mellen: Grasschnitt und Heuernte im Mai top, danach waren sie ein Flop.      

Sorpemilch in Bruchhausen (Archivbild) und Mellen: Grasschnitt und Heuernte im Mai top, danach waren sie ein Flop.      

Foto: Jürgen Overkott / WP

Balve/Meinerzhagen.  Die Erntebilanz fällt süß-sauer aus. Die Getreideernte war bestens, bei Grasschnitt und Heu mal so, mal so. Wie war’s bei Obst und Gemüse?

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„Das zweite Trockenjahr in Folge in Verbindung mit Hitze hat die Erträge in der Landwirtschaft erheblich gemindert“: So bilanzierte der Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Märkischer Kreis, Günter Buttighoffer, das Ernteergebnis heimischer Bauern in Meinerzhagen.

Buttighoffer: „Die Niederschläge im Winter und Frühjahr konnten die fehlende Bodenfeuchte des letzten Jahres nicht kompensieren. Dennoch hat uns der verregnete Mai beim Grünland einen hervorragenden ersten Schnitt beschert: Trotz aller Befürchtungen konnten wir dichtes junges Gras in allerbester Qualität mit sehr guten Mengenerträgen einfahren.“ Auch der zweite Schnitt im Juni habe Masse und Klasse für die Fütterung der Milchkühe eingebracht. „Dann war Schluss.“

Beim Heu dasselbe: In der Trockenheit konnte eine gute erste Heuernte eingebracht werden, „die zweite steht immer noch auf den Wiesen.“ Rinderzüchtern fehlt das Grundfutter. Nach dem vorigen Dürrejahr seien „keine Vorräte übrig“.

Getreide überdurchschnittlich

Jetzt soll der Silomais alles retten: Doch die Hoffnung auf eine gute Maissilage sei sehr unterschiedlich. Der Mais habe oft keine Kolben, sei als Viehfutter minderwertiger.

Zufrieden zeigen sich Landwirte mit der Getreideernte. Ob Gerste, Weizen oder Triticale: „Qualität und Quantität waren überdurchschnittlich gut, wir haben 80 bis 100 Doppelzentner pro Hektar trocken einfahren können“, sagt Kreisvizelandwirt Ulrich Brinckmann.

Beim Gemüse sehe es „böse aus“. Einige Obst- und Gemüsesorten seien „verbrannt“. Kartoffeln seien klein. Chancen haben Landwirte indes bei den Herbstsorten.

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