Schützen Beckum

Markus Baumeister kündigt seinen Rückzug für 2021 an

Beckums Schützen plagen Personalprobleme.  

Beckums Schützen plagen Personalprobleme.  

Foto: Sven Paul

Beckum.  Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Beckum steht vor großen Herausforderungen. Aber es gibt auch positive Meldungen.

Ein Minus in der Jahresbilanz, vakante Vorstandsposten, fehlende Offiziere und die Ankündigung des langjährigen Vorsitzenden Markus Baumeister, in zwei Jahren sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Brudermeister Markus Baumeister weiß, dass es nicht leicht ist, Kandidaten für den Job des Vorsitzenden zu finden. Schließlich bringe der doch eine Menge Arbeit mit sich und es gehe auch nicht immer nur um angenehme Themen. Für ihn sei nach dem Jubiläum jedoch die Zeit reif, sich vom Amt des Vorsitzenden zu verabschieden. Es seien nun zwei Jahre Zeit, einen Nachfolger zu finden. Deshalb habe er es auch jetzt schon kundgetan. „Ich bin schon seit fast 20 Jahren im Vorstand aktiv und wir haben viele Sachen angepackt und umgesetzt. Aber die Luft ist etwas raus. Neue Energie tut dem Vorstand gut“, erklärt Markus Baumeister seine Entscheidung.

Christoph Finke Hallenwart

Allerdings haben die Beckumer Schützen zunächst akute Probleme bei der Besetzung der Vorstandsämter, denn während der Jahreshauptversammlung konnten zwei Vorstandsposten nicht neu besetzt werden. Geschäftsführer Martin Weißmüller stellte sich nach elf Jahren im Vorstand nicht erneut zur Wahl. Auch Christoph Finke legte sein Amt als Beisitzer nieder – allerdings nur, um als neuer Hallenwart tätig zu werden. Der bisherige Hallenwart Alfons Brinkschulte hatte diese wichtige Aufgabe mehrere Jahrzehnte lang ausgeübt und musste sich nun aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Zum Dank überreichte ihm Markus Baumeister einen Frühstückskorb.

Während der Versammlung gelang es den Beckumer Schützen weder einen neuen Geschäftsführer noch einen neuen Besitzer zu finden. Außerdem schieden mit Markus Brinkschulte, Adjutant Holger Rose und Oberst Bernd Vogelsang drei verdiente Schützen aus dem Offizierskorps aus. Auch für diese drei Ehrenämter konnte kein Ersatz gefunden werden.

Markus Baumeister gibt zu, dass diese Vakanzen weh tun. „Wir haben mit zwei, drei Leuten gute Gespräche geführt. Allerdings haben sich letztlich alle wegen aktueller privater Verpflichtungen dagegen entschieden. Aber ich bin guter Dinge, dass sie irgendwann auch mal die grünen Jacken anziehen und die Schützen unterstützen“, erklärt der Brudermeister. Menschen für Vorstandsämter zu begeistern, sei nicht einfach: „Man muss die Leute immer wieder ansprechen. Das geht nicht mal eben so.“

Kurzmast-Anlage soll kommen

Die rund 4000 Euro Minus in der Abrechnung des vergangenen Jahres seien nicht weiter tragisch, so Baumeister. Die Beckumer Schützen hätten fleißig investiert, und der Kassenstand sei noch immer sehr zufriedenstellend. Allerdings kommen auch in diesem Jahr weiter Kosten auf die Bruderschaft zu. Die Vogelstange neben der Schützenhalle bleibt ein Sorgenkind. Im vergangenen Jahr konnten die Beckumer ihr Hochfest nur dank einer Ausnahmegenehmigung durchführen. Für 2019 muss eine neue Lösung gefunden werden. Die Renovierung der alten Seilzuganlage würde 9000 Euro kosten – hinzu kämen jährlich rund 300 Euro für Überprüfungen.

Die Beckumer Schützen favorisieren den Neubau einer Kurzmast-Anlage. Dann wäre das Seilzugsystem überflüssig. Die Vogelstange soll auf rund dreieinhalb Meter eingekürzt werden, erklärt Markus Baumeister. Die Mitte des Vogelkastens läge dann auf einer Höhe von 2,50 Meter und wäre gut erreichbar. „Aus Kostengründen macht das Sinn“, erklärt der Brudermeister.

Der Vogel hinge dann zukünftig effektiv vier Meter tiefer, aber in Beckum werde ja ohnehin recht hoch geschossen. „Wir haben das überprüft und sehen da kein Problem. Auch die Zuschauer vor der Halle haben beim Vogelschießen immer noch einen guten Blick auf den Vogel.“

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