Balve

Maximilian Wolf war bei Domspatzen: Was hat’s gebracht?

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Balves Kirchenmusiker Maximilian Wolf an der alten Orgel in der Pfarrkirche St. Blasius

Balves Kirchenmusiker Maximilian Wolf an der alten Orgel in der Pfarrkirche St. Blasius

Foto: jürgen overkott / WP

Balve.  Regensburgs Domspatzen singen am 17.12. in Balbe. Kirchenmusiker Maximilian Wolf gehörte einst dazu. Was hat’s ihm gebracht?

Balves Kirchenmusiker Maximilian Wolf hat Großes geschafft. Der gebürtige Regensburger hat das berühmteste Musiker-Ensemble seiner Stadt dazu gebracht, seiner neuen Heimatstadt einen Besuch der besonderen Art abzustatten. Die Rede ist von den weltbekannten Regensburger Domspatzen. Wolf gehört einst selbst dazu.

Etwa 60 Sänger im Alter von elf bis 19 Jahren werden es sein, die unter der Leitung von Chorleiter Max Rädlinger in der St.-Blasius-Kirche ihr Können unter Beweis stellen. „Der Dirigent Max Rädlinger ist ein alter Studienkamerad von mir. Wir haben beide in Regensburg Kirchenmusik studiert. Während ich nach meinem Studium nach Balve gegangen bin, hat er einen der drei Chöre der Domspatzen übernommen. Bei einem Gespräch über einen Besuch von ihm in Balve, hab’ ich ihm gesagt, er solle einfach einmal mit dem ganzen Chor nach Balve kommen“, lacht Wolf.

Geplant war dieses Unterfangen eigentlich schon im vorigen Jahr, doch machte die damalige Pandemie dem Anliegen ein Strich durch die Rechnung. „Umso mehr freut es mich, dass es jetzt endlich geklappt hat. Ich war erst letzte Woche im Heimaturlaub, um ihn zu besuchen und die restlichen Vorbereitungen zu erledigen. Natürlich nahm ich mir auch die Zeit, einen Auftritt des Chors im Regensburger Dom teilzuhaben. Wie immer ein außergewöhnliches Erlebnis und eine Reise in meine eigene Zeit bei den Spatzen.“

Maximilian Wolf war von 2004 bis 2012 Teil dieser Chorgemeinde; ihn verbindet auch heute noch viel mit dieser Institution. „Ich habe eine sehr schöne Zeit dort erlebt, und mir wurde soviel für mein Leben mit auf dem Weg gegeben.“ Werte wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und die Organisation seines Tages betrachtet der Kirchenmusiker heute als Selbstverständlichkeit. „Der Chor hat uns viel gelehrt. Erstens war es eine ganz tolle Gemeinschaft unter den Sängern, mit dem ich viele tolle Momente erleben durfte. Man hart dort aber auch viel für das Leben gelernt. Uns wurde ein guter Umgang mit unseren Mitmenschen beigebracht, was eigentlich für alle die Regel sein sollte. Auch Disziplin wurde uns ans Herz gelegt. Im Großen und Ganzen ist dieser Chor eine gute Schule für das Leben.“

Konzert genießen

Aber auch an viele seiner Auftritte erinnert sich Wolf heute noch gerne. „Es war immer ein Erlebnis, mit dem Chor in der Weihnachtszeit im Dom aufzutreten. Aber auch einen Auftritt in Stuttgart in der Philharmonie, wo ich eine Solo-Einlage hatte, werde ich niemals vergessen. Es gab immer schon auf unseren Konzertreisen diese besondere Gemeinschaft unter uns.“

Bei dem jetzigen Auftritt seines alten Chors möchte Wolf aber einfach nur einmal Zuschauer sein. „Ich freue mich auf diesen Tag. Und ich habe mir fest vorgenommen, es einfach mal als Zuschauer zu genießen. Ich werde mich wie allen anderen auch auf eine Bank in der Kirche setzen und diesen Abend mit allen Sinnen für mich aufnehmen.“

Das Konzert findet am Samstag, 17. Dezember, 19.30 Uhr, in der St.-Blasius-Kirche in Balve statt. „Wer jetzt noch eine Karte möchte, der sollte sich beeilen. Wir sind fast ausverkauft“, so Wolf. Karten gibt’s im Balver Pfarrbüro oder nach Gottesdiensten für 20 Euro.

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