Schützen

Mehrheit der Rentner ist für Einführung der Beitragspflicht

Kompanieführer Jens Niehoff (rechts) und sein Stellvertreter Ralf Ostmann (links) zeichnen Peter Oeder (Mitte) für 25 Jahre Mitgliedschaft in der zweiten Kompanie der St.-Sebastian-Schützen aUS:

Kompanieführer Jens Niehoff (rechts) und sein Stellvertreter Ralf Ostmann (links) zeichnen Peter Oeder (Mitte) für 25 Jahre Mitgliedschaft in der zweiten Kompanie der St.-Sebastian-Schützen aUS:

Foto: Alexander Lück

Balve.  Die Zustimmung für Beitragserhöhungen wächst in der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve.

Um für die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft die Einnahmen zu erhöhen, beantragt die zweite Kompanie, zukünftig auch von den bislang beitragsfreien Mitgliedern eine finanzielle Beteiligung zu erheben. Diese soll halb so hoch sein wie für die regulären Mitglieder. Das ist eines der Ergebnisse der Kompanieversammlung am Samstagabend.

Verständnis für die Maßnahme

Denn natürlich war auch bei der „Zweiten“ auf dem Drostenboden die vom Vorstand des Gesamtvereins vorgeschlagene Beitragserhöhung von 15 auf 24 Euro im Jahr eines der großen und meistdiskutierten Themen. In der Mehrheit der Wortmeldungen kam Verständnis für die Maßnahme auf, viele verwiesen darauf, dass es zuletzt eine geringfügige Anpassung im Rahmen der Euro-Umstellung 2002 und die letzte wirkliche Erhöhung noch davor gegeben habe. Auch Marc Schulte, amtierender König und Beiratsmitglied, verteidigte sie: „Natürlich sieht das erstmal happig aus. Wir halten diese Erhöhung aber für notwendig und vertretbar. Wir reden über zukünftig zwei Euro im Monat.“

Vergünstigungen

Auch Kompanieführer Jens Niehoff stieß in das gleiche Horn: „Prozentual ist das sicher eine Menge. Aber bei einem kleinen Beitrag fällt jede Erhöhung eben so aus.“ Mehrere Wortmeldungen während der Versammlung hoben auch die Vergünstigungen für die Mitglieder hervor. Schließlich erklärte noch einmal Schulte: „Was sich der Vorstand im Nachhinein vielleicht vorwerfen kann: dass wir nicht in den letzten Jahren schon mal Erhöhungen im kleineren Umfang vorgenommen haben.“

Einigkeit bestand in der Versammlung, zu der gut 50 Schützenbrüder erschienen waren, in der Notwendigkeit, dass die Bruderschaft ihre Einnahmen erhöhen oder alternativ Ausgaben senken muss. Zu Letzterem gab es auch den ein oder anderen Vorschlag. Etwa den Wegfall der Getränkemarken während der Abrechnung. „Dann wird die aber noch schlechter besucht sein“, konnten sich damit aber auch nicht alle abfinden. Jens Niehoff verwies darauf, dass der Gesamtverein schon einiges Einsparpotenzial genutzt habe, und zwar flächendeckend und fair auf alle Kompanien und Gruppen der Bruderschaft verteilt. So seien etwa Zuschüsse deutlich zusammengestrichen worden.

Antrag für Versammlung

Am Ende resultierte aus der Diskussion ein Antrag für die Mitgliederversammlung am 20. Januar: Auch die beitragsfreien Mitglieder, sprich Rentner, sollen demnächst einen finanziellen Beitrag leisten. Der Vorschlag kam aus den Reihen der Betroffenen selbst in der Kompanieversammlung und wurde von diesen auch mehrheitlich unterstützt. Auch die gesamte Versammlung unterstützte diesen Antrag mit deutlicher Mehrheit, wenn auch nicht einstimmig. In Erwartung der Abstimmung am 20. Januar wurde noch keine konkrete Summe in den Antrag gesetzt, sondern die Hälfte des regulären Beitrags genannt.

Mitgliederzahl wächst

Von den für 25 Jahre Mitgliedschaft in der zweiten Kompanie Geehrten – Frank Assmann, Bernd Reinstein, Dr. Florian Schmitz, Mattias Schulte, Volker Weins, Christian Willmes und Peter Oeder – war nur Letztgenannter anwesend.

Jens Niehoff blickte auf ein gutes Jahr 2017 zurück. Die Mitgliederzahl der zweiten Kompanie ist leicht auf 475 gewachsen. Niehoff: „Wir haben ein erfolgreiches Schützenfest gefeiert. Und die Zweite stellt wieder den König.“

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