Sängerschar

MGV Langenholthausen: Darum zählt jede Stimme

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Musikalischer Beitrag des MGV Langenholthausen

Musikalischer Beitrag des MGV Langenholthausen

Foto: Alexander Lück / WP

Langenholthausen.  Der MGV Langenholthausen kämpft tapfer. Für ihn jede Stimme. Darum lohnt es sich, bei der Sängerschar mitzumachen.

Sie singen unverdrossen weiter: Die Jahreshauptversammlung beim Männergesangverein Eintracht Langenholthausen blieb ohne personelle und inhaltliche Überraschungen. Über allem schwebt dafür weiter die Zukunft des Chores.

15 aktive Sänger umfasst der MGV aus Langenholthausen aktuell, und sie kamen auch fast alle am vergangenen Samstag zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte Habbel. Zuvor hatte man den Gottesdienst in der St. Johanneskirche musikalisch mitgestaltet und sich dann mit Grünkohl und Mettwurst für die anstehenden Formalien gestärkt. Wobei sich diese nicht besonders umfangreich gestalteten.

Vorstandswahlen waren auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr als Folge der coronabedingten Verschiebungen im größeren Stil absolviert worden. Jubiläen langjähriger Mitgliedschaften standen diesmal in der Sängerschar ebenfalls nicht an. Ein bisschen Vereinsroutine musste dennoch absolviert werden.

An Personalien blieb bei der Zusammenkunft somit nur die Neu- beziehungsweise Wiederwahl der Kassenprüfer Walter Rapp und Rainer Grote zu berichten. Der Vorsitzende Gerhard Schwartpaul dankte außerdem für ihren umfangreichen Einsatz den beiden Notenwarten Horst Griesenbruch und Helmut Schröer, wobei Letztgenannter den Geschenkkorb auf der Versammlung nicht persönlich entgegennehmen konnte.

Nach den Coronaeinschränkungen hat der MGV Langenholthausen schnell wieder Fahrt aufgenommen. Dirigent Manfred Stein lobte bei der Versammlung ausdrücklich den Einsatz und die musikalische Qualität seiner Schützlinge. Nur deren Können mache es auch möglich, in der kleinen Besetzung überhaupt aufzutreten und weiterhin singfähig zu bleiben. Selbst mit nur elf Sängern schaffte man im vergangenen Jahr mal einen Auftritt. „Zum Glück sind wir in den Stimmen noch gut verteilt“, weiß Gerhard Schwartpaul. „Sonst wäre das nicht möglich.“ Der Chor will es beim jetzigen Zustand nicht belassen.

„Unsere Sorge ist es weiterhin, neue Sänger zu finden.“ Aufrufe oder offene Schnupperproben blieben in den letzten Jahren auch schon vor der Pandemie erfolglos. Dann machte das Virus Tabula Rasa, zwang anderswo auch Gruppen zur Aufgabe. Aber der Männergesangverein in Langenholthausen gibt nicht auf. Was kann der Sängerschar helfen?

Hoffnung auf Neubürger

Ein Ansatzpunkt könnten, so berichtet Schwartpaul, vielleicht Langenholthauser Neubürger sein, Zuzug gab es schließlich in den letzten Jahren. Am besten seien die Aussichten durch Ansprache von Sängern in der Nachbarschaft, im Freundeskreis. Ein erster größerer Auftritt in 2023 steht schon bald an. Am 19. März wird man dem Frauenchor Querbeet Eisborn zu deren 50. Geburtstag das Ständchen musikalisch überbringen. Für den 6. Mai dann hat der MGV Affeln eingeladen.

Sein eigenes 100-jähriges Bestehen konnte der MGV Eintracht Langenholthausen 2020 nicht feiern aufgrund der Pandemie. Nun hofft man auf 2025. „Bis zu unserem 105-Jährigen“, gab sich Gerhard Schwartpaul zuversichtlich, „wollen wir auf jeden Fall auch durchhalten.“

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