MONDLANDUNG

Mondlandung: Woran erinnern sich Balver?

Neil Armsstrong war der erste Mann auf dem Mond. Diese Szene ging um die Welt. Jetzt ist sie zu sehen in der Arte-Sendung „Operation Mondlandung“.

Neil Armsstrong war der erste Mann auf dem Mond. Diese Szene ging um die Welt. Jetzt ist sie zu sehen in der Arte-Sendung „Operation Mondlandung“.

Foto: © Neil Armstrong / ARTE/WDR

Balve. Die Mondlandung vor 50 Jahren hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt wie nur wenige Ereignisse sonst. Für die Hersteller von Fernsehgeräten war das als sensationell empfundene Ereignis ein Geschenk – wie sonst nur Fußball-Weltmeisterschaft. Mit der Eroberung des Mondes startete das Fernsehzeitalter auf der Erde. Woran erinnern sich Zeitgenossen aus Balve?

Unscharfes Bild

Die Erinnerung des Ehrenvorsitzenden der Heimwacht, Werner Ahrens, ist ein wenig grobkörnig geworden: „Wir saßen vor dem Fernseher. Ich weiß noch: Das war noch ein Schwarz-Weiß-Gerät. Viel gesehen haben wir aber nicht. Das Bild war ziemlich unscharf.“

Warten auf den „Mann im Mond“

Der Vorsitzende der Heimwacht, Peter Glasmacher, hat in seinem Elternhaus Skepsis der älteren Generation gegenüber damals neuen Medien erlebt: „Ich glaube, wir hatten damals noch kein Fernsehgerät, weil meine Eltern fernsehen für schädlich hielten. Deshalb habe ich die Mondlandung mit Freunden bei einem Freund mit Fernsehgerät gesehen. Wir haben die ganze lange Nacht über auf den ,Mann im Mond’ gewartet. Leider vergeblich.“

Knöllchen in der Nacht

Dr. Rudolf Tillmann, einst IHK-Chef in Düsseldorf, jetzt Heimatforscher: „Wir waren damals eine Gruppe von Referendaren, die in Bochum die juristische Ausbildung absolvierten. Zu diesem Abend trafen wir uns in der Wohnung eines Kollegen in der Innenstadt und fieberten die ganze Nacht durch - bis morgens 4.30 Uhr. Auf dem Rückweg nach Bochum-Weitmar – inzwischen schien bereits die Sonne – stoppte mich die Polizei und ,erleichterte’ mich um zehn DM wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. So etwas zahlt man an diesem historischen Tag schnell und vergisst es – gemeinsam mit dem epochalen Ereignis – natürlich nicht.“

Sport und Mädchen

Stadtarchivar Ernst Reiner Schulte: „Ich habe leider überhaupt keine Erinnerung an dieses Ereignis. Als damals 15- jähriger habe ich mich für Sport und Mädchen interessiert.“

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