Wocklum

Museum aus Dornröschenschlaf wecken

Foto: WP

Wocklum.  Noch macht das neue Büro von Ulrike Knips wenig her. Der Raum über der Hüttenschänke an der Luisenhütte in Wocklum diente in der Vergangenheit als Künstlergarderobe und Abstellkammer. Doch immerhin ein leerer Schreibtisch und ein passender Bürostuhl standen bereit, als Bürgermeister-Vertreter Michael Bathe die neue städtische Mitarbeiterin gestern an ihrer zukünftigen Wirkungsstätte begrüßte.

Die 43-Jährige Werbefachfrau soll mithelfen, das Balver Museum für Vor- und Frühgeschichte populärer zu machen. Wie in der benachbarten Luisenhütte, die vom Märkischen Kreis als Museum geführt wird, sind auch im Balver Heimatmuseum die Besucherzahlen noch ausbaufähig.

„Wir wollen unser Museum aus dem Dornröschenschlaf wecken“, fasst Michael Bathe den Auftrag an die neue Mitarbeiterin zusammen. So soll Ulrike Knips in erster Linie Events und Werbeveranstaltungen planen und organisieren. Ganz weit oben auf der Agenda steht auch der Ausbau der Zusammenarbeit mit den heimischen Schulen.

Auch Bernadette Lange, die beim Märkischen Kreis für museumspädagogische Angebote zuständig ist, sieht bei den Wocklumer Museen noch ungenutztes Potenzial: „Es gibt hier wunderbare Möglichkeiten. Schulklassen können hier auch wandern und picknicken oder auf dem neuen Spielplatz spielen.“

Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus beim Märkischen Kreis, freut sich ebenfalls sehr, dass die Stadt Balve eine neue Mitarbeiterin für die Betreuung des städtischen Museums gefunden hat, sind doch Synergieeffekte mit dem Museum Luisenhütte ausdrücklich erwünscht. „Ich nenne die Luisenhütte vom Märkischen Kreis gerne unseren großen Bruder“, sagt Michael Bathe. „Unser Balver Museum ist zwar kleiner, aber ein sehr kreatives und buntes Museum. Und wir arbeiten sehr eng und intensiv zusammen.“

Ort für Kindergeburtstage

Ulrike Knips glaubt fest, dass der Museumsstandort Wocklum für Schulklassen sehr attraktiv ist. Sie erinnere sich noch gut daran, dass ihre Tochter im dritten Schuljahr das Balver Museum besucht habe und begeistert nach Hause gekommen sei. Außerdem möchte die neue Stadt-Mitarbeiterin das Balver Museum als Ort für Kindergeburtstage populär machen. Ähnliche Angebote seien in anderen Museen stark nachgefragt.

Die Sache mit den kahlen Wänden ihres noch spärlich möblierten Büros sei kein Problem, betonte Ulrike Knips. „Das ist jetzt erst mal nur die Grundausstattung“, sagte Michael Bathe fast entschuldigend. „Das kann Frau Knips natürlich weiter aufhübschen.“ Ähnliches gilt für die Besucherbilanz des Balver Museums.

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