Kindergarten Garbeck

Nach Kleinkrieg: Kita-Leiterin Inga Kleinschmidt kündigt

Inga Kleinschmidt, Marcus Klein, Birgit Heckmann, Petra Köhler

Foto: Alexander Bange

Inga Kleinschmidt, Marcus Klein, Birgit Heckmann, Petra Köhler Foto: Alexander Bange

Balve/Garbeck.   Seit Monaten herrscht im Garbecker Kindergarten „Kinderreich“ (vormals Antonius) große Unruhe, die sich nun auf die Kinder und Eltern übertragen hat.

Ursache dafür ist eine Erzieherin, die laut Elternrat nicht nur mit der ehemaligen Leiterin Sibylle Dunker, sondern auch mit deren Nachfolgerin Inga Kleinschmidt einen Kleinkrieg führt. Den hat die neue Leiterin am Donnerstagmorgen beendet, indem sie dem Personal-Chef der Stadtverwaltung Balve, Michael Bathe, die Kündigung auf den Tisch gelegt hat.

Angespannte Stimmung

Die Reaktion von Inga Kleinschmidt kommt nicht überraschend. Schon seit Wochen weiß Bathe, dass die Stimmung im Kindergarten-Team äußerst angespannt ist. Er hat zwar auf die Intervention und Bitte der Eltern reagiert, aber nicht in deren Sinne. Wunsch der Erziehungsberechtigten ist es, dass die Mitarbeiterin, die laut Elternrat „eine Gefahr für die Kinder darstellt und eine gedeihliche Zusammenarbeit der Erzieherinnen verhindert“, aus dem Kindergarten genommen und durch eine neue Erzieherin ersetzt wird.

Versuche gescheitert

Diese Zusage gab Personal-Chef Michael Bathe urplötzlich am Montagnachmittag jenen acht Eltern, die ihn im Rathaus aufgesucht und die „unerträglichen Spannungen“ innerhalb des Erzieherinnenteams eindringlich geschildert hatten. Denn alle Versuche der Kindergartenleiterin Inga Kleinschmidt, ein gutes Miteinander zu erreichen, waren gescheitert. Und dies, obwohl sie – wie von den Eltern beobachtet – viele Wege beschritt, um Ruhe und Frieden in das „Kinderreich“ zu bekommen – auch ohne die Unterstützung ihres Arbeitgebers. Die Stadt Balve hat sich nach Meinung des Elternrates zurückgelehnt und sich nicht wirklich für das „Pulverfass“ in Garbeck interessiert.

Eltern gehen auf die Barrikaden

„Die Probleme in unserem Kindergarten werden nicht ernst genommen, obwohl einige Eltern auf die Barrikaden gehen. Sie sind geradezu verzweifelt. Die Erzieherin trägt ihre Differenzen mit den übrigen Mitarbeiterinnen auf dem Rücken unserer Kinder aus“, klagt Laura Fröndt die Untätigkeit der Stadtverwaltung an.

Elternrat lobt Inga Kleinschmidt

Sie und alle anderen Mitglieder des Elternrates loben die hervorragende Arbeit der Kindergartenleiterin Inga Kleinschmidt, die gekündigt hat, um Schaden von den Kindern und sich selbst abzuwenden. „Die Stadtverwaltung hat den Eltern versprochen, dass die Erzieherin aus dem Kindergarten genommen wird. Jetzt heißt es plötzlich von Herrn Bathe: Es sei durchaus möglich, dass sie nach vier Wochen wieder zurückkehre.“

„Ich arbeite gerne hier“

Diese Rolle rückwärts des Personal-Chefs erschütterte Inga Kleinschmidt bis ins Mark. „Ich arbeite gerne und mit viel Herzblut in unserem Kindergarten, aber unter diesen Umständen macht es keinen Sinn mehr“, schildert sie unter Tränen. Auf die Frage, ob sie ihre Kündigung zurück ziehe, wenn die Erzieherin nicht weiter im „Kinderreich“ beschäftigt wird, sagt sie: „Natürlich. Ich arbeite gerne hier. Ich habe nur gekündigt, weil die versprochene Personaländerung nicht durchgeführt wird.“

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