Bürgerbus

Nach Rendezvous in Beckum auf zum Sorpesee

Der Balver Bürgerbus bietet demnächst Anschluss an Linien zur Sorpe und nach Neheim.

Der Balver Bürgerbus bietet demnächst Anschluss an Linien zur Sorpe und nach Neheim.

Foto: Marcus Bottin

Balve.  Mit dem Fahrplanwechsel kommt am 8. April auch ein neues Angebot: Bürgerbus-Fahrgäste können in Beckum umsteigen und zur Sorpe fahren.

Wenn Bürgerbus-Vorsitzender Michael Breier über Rendezvouszeiten redet, muss das keinen romantischen Hintergrund haben. Ein freudiges Lächeln zaubert es ihm trotzdem auf Gesicht. Bei der Vorstellung eines neuen Angebotes zur Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs spielen Rendezvous’ eine große Rolle. Diese finden ab dem 8. April nahezu täglich in Beckum statt und führen keine einander zugetanen Menschen zusammen, sondern Bürgerbusse.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Sorpe und nach Neheim oder Arnsberg fahren zu können, ist ein in der Hönnestadt oft geäußerter Wunsch. Der neue Bürgerbusfahrplan macht es möglich. Im nächsten Monat nimmt mit dem Bürgerbus Hachen eine komplett neue Linie ihren Dienst auf.

Profitieren können davon auch Balver Buskunden. Um 9.25 Uhr und um 11.25 Uhr kreuzen sich in Beckum die Wege der Balver B3-Nordlinie und der Sunderaner B10-Röhrtallinie. Diese Rendezvous’ dauern laut Fahrplan zwar nur zwei Minuten, bescheren Balver Bürgerbuskunden aber Anschluss an neue Verbindungen. Einfach von einem Bus in den anderen steigen – und weiter geht es.

Möglichkeiten ausgeschöpft

Michael Breier möchte das neue Angebot als Versuchsballon verstanden wissen. „Das ist ein erstes Angebot, und wir haben damit unsere Möglichkeiten ausgeschöpft. Es gibt eine 15-monatige Probezeit. Dann schauen wir, wie es läuft und wie es angenommen wird“, so der Bürgerbus-Vorsitzende.“

Die Bürgerbus-Offiziellen sind zuversichtlich, ihr neues Angebot kostendeckend anbieten zu können. Allerdings wisse man sehr wohl um die regionalen Besonderheiten, so Michael Breier: „Die Kreisgrenzen sind ganz dicke Bretter, die wir durchbohren müssen. Unsere Aufgabe ist es, beiden Seiten, die neue Verbindung schmackhaft zu machen.“

Nur ein erster Schritt

Unterstützung gibt es dabei von der Sparkasse. Deren Kunden müssen nur ihre Sparkassenkarte vorzeigen, um kostenlos mit dem Bürgerbus zu fahren. Diese Kundenkarten sollen wechselseitig im Bereich des jeweils anderen Bürgerbusvereins anerkannt werden.

Auch Leader-Manager Lars Morgenbrod freut sich über das neue Angebot. Das Hönnetal auf der einen Seite und die Sorpe auf der anderen seien zwei sehr interessante Räume – und nur wenige Kilometer voneinander getrennt. „Unsere Aufgabe ist es, die beiden Regionen zu verbinden“, erklärt Morgenbrod und betont, dass die Bürgerbus-Lösung nur ein erster Schritt sein könne.

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