Gericht

Notorische Schwarzfahrerin muss 300 Euro zahlen

Immer wieder ist eine Balverin beim Schwarzfahren erwischt worden.

Immer wieder ist eine Balverin beim Schwarzfahren erwischt worden.

Foto: Stephan Eickershoff

Balve/Menden.  Sie ist mehrfach beim Schwarzfahren mit der Hönnetalbahn erwischt worden, aber nicht zur Vernunft gekommen.

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Wegen Erschleichen von Leistungen in zwei Fällen sowie einer Beihilfe zum Betrug musste sich eine 21-jährige Balverin im Amtsgericht Menden verantworten. Sie räumte – im zweiten Anlauf – die ihr vorgeworfenen Taten ein und wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Euro verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Geständnis

„Ich weiß, das war nicht richtig, aber ändern kann ich es jetzt auch nicht mehr“, sagte die junge Dame, nachdem sie zunächst die Taten bestritten und einen Rüffel vom Amtsrichter eingeheimst hatte. Mit ihrem Geständnis räumte sie ein, am 15. Mai 2017 gegen 9 Uhr von Garbeck nach Fröndenberg sowie am 22. Mai 2017 gegen 18.20 Uhr von Menden nach Garbeck unterwegs gewesen zu sein, ohne ein gültiges Fahrticket vorweisen zu können. Längst kein Einzelfall. Die Balverin ist aktuell noch dabei, Ansprüche der Bahn in Höhe von mehr als 900 Euro zu tilgen.

„Wirtschaftlich nicht nachvollziehbar“

Für ihr notorisches Schwarzfahren hatte der Amtsrichter erwartungsgemäß kein Verständnis: „Das ist alles andere als wirtschaftlich nachvollziehbar. Ziehen Sie ein Ticket, da kommen Sie deutlich günstiger bei weg.“ Zumal bereits ein neues Verfahren wegen Erschleichen von Leistungen droht, das bei dieser Verhandlung aber keine Rolle spielte.

Beihilfe zum Betrug

Dafür aber ein anderes Vergehen, denn die Balverin hatte am 25. August 2016 der Schwester ihr personalisiertes „Fun-Ticket“ überlassen – Beihilfe zum Betrug. Weil sie 2016 und 2017 noch 19 und 20 Jahre alt und eine Reifeverzögerung nicht auszuschließen war, wurde sie nach Jugendstrafrecht verurteilt. Der Richter warnte aber: Sollten sich die Schwarzfahrten fortsetzen, werde fortan das Erwachsenenstrafrecht angewandt. Eine Freiheitsstrafe könne dann auch ohne Bewährung ausgesprochen werden.

Gute Perspektive

Die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe war zuversichtlich, dass sich die 21-Jährige die Worte zu Herzen nehmen wird. Die Balverin habe sich eine gute Perspektive geschaffen, in dem sie Abstand zu Betäubungsmitteln genommen und eine Arbeitsstelle angetreten habe.

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