Fusion Balve/Hemer

Pastoralverbund Balve: Zusätzliche Verwaltungskraft gesucht

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Dechant Andreas Schulte (links) und Verwaltungsleiter Markus Hablowetz mit den Plakaten des Erzbistums zu den Wahlen.

Dechant Andreas Schulte (links) und Verwaltungsleiter Markus Hablowetz mit den Plakaten des Erzbistums zu den Wahlen.

Foto: Alexander Lück / WP

Balve.  Der Pastoralverbund Balve/Hönnetal sucht eine zusätzliche Verwaltungskraft. Was hat es damit auf sich?

Der Pastoralverbund Balve-Hönnetal hat eine Halbtagsstelle für die Verwaltung ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist ist inzwischen abgelaufen, aber die Personalie ist noch nicht entschieden. Was dahinter steckt, erläutert Verwaltungsleiter Markus Hablowetz im Gespräch mit der Westfalenpost.

„Die Stelle war ausgeschrieben zur Unterstützung meiner Tätigkeit“, sagte er. „Ich bin für die beiden Räume, Balve/Hönnetal und Hemer zuständig.“

Hintergrund: Die Aufgaben im Verwaltungsbereich werden weiter zunehmen. Das hat etwas damit zu tun, dass die Pastoralverbünde Balve/Hönnetal und St. Vitus in Hemer mittelfristig zusammengeführt werden sollen. Die Spitze der beiden Pastoralverbünde hat dem Erzbistum Paderborn überzeugend dargelegt, dass die angestrebte Fusion nur mit mehr Personal zu stemmen ist. Der Arbeitgeber ist für die zusätzliche Verwaltungskraft, wie bereits bei Markus Hablowetz, der Gemeindeverband. Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet. „In diesem Zeitraum soll der Zusammenschluss stattfinden“, fügte Markus Hablowetz hinzu.

„Die zusätzliche Person sitzt in Balve, im Zentralen Pfarrbüro“, erläuterte Markus Hablowetz.

Die Zusammenführung der beiden Pastoralverbünde ist bereits vor Jahren beschlossen worden. Sie ist in der Pastoralvereinbarung nachzulesen. Markus Hablowetz sagte aber, dieser Zusammenschluss sei bisher – vor allem im Hönnetal – „kein großes Thema“ gewesen. Das sei in Hemer anders. In der Nachbarstadt hat es bereits vor längerem eine Zentralisierung gegeben. Aus fünf Kirchengemeinden wurde eine: nämlich St. Vitus. Die Großpfarrei besteht seit dem 1. Januar vergangenen Jahres. Die Zahl der Gläubigen sei hüben wie drüben vergleichbar groß. Es gebe zudem einen strukturellen Unterschied zwischen Hönnetal und Hemer. Im Balver Land gibt es neun Gemeinden: vier mehr als in Hemer.

Zugleich weiß Markus Hablowetz um die räumliche Trennung zwischen Balve und Hemer, die die Führung eines großen Pastoralverbundes nicht eben leichter machen dürfte. „Dann gibt es auch eine kulturelle Grenze“, sagt Markus Hablowetz. In Balve gehörte einst zum kurkölnisch-katholischen Sauerland, Hemer zur überwiegend protestantisch geprägten Grafschaft Mark. Die Pastoralverbünde sind dabei, das Beste aus der Situation zu machen: „Die Gremien kommen jetzt peu à peu mit ins Boot. Das wurde beim Netzwerk wie bei den Kirchenvorständen in den letzten Sitzungen schon mal anmoderiert. Auch die Priester treffen sich ein ums andere Mal in großer Runde.“

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