BALVE-HÖNNETAL

Pastoralverbund: Was sich wegen Corona in den Messen ändert

Markus Hablowetz vor der Pfarrkirche St. Blasius in Balve: Er ist Verwaltungschef des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal.

Markus Hablowetz vor der Pfarrkirche St. Blasius in Balve: Er ist Verwaltungschef des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal.

Foto: Bettina Labs / WP

Balve.  Das Erzbistum Paderborn reagiert auf steigende Corona-Zahlen. Das hat Folgen für die Gottesdienste in Balve und im Hönnetal.

Wegen erhöhter Corona-Infektionszahlen im Märkischen Kreis hat das Erzbistum Paderborn die Regelungen für Gottesdienste verändert. Ab sofort müssen alle Gottesdienstbesuchende durchgängig Mund-Nase-Bedeckung tragen. Darauf wies der Verwaltungschef des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal, Markus Hablowetz, hin.

Das gelte auch am Sitzplatz während des Gottesdienstes und auf dem Weg zum und vom Kommunionempfang. Hablowetz: „Die Einhaltung dieser zusätzlichen Regelung stellt eine weitere Herausforderung für alle Gottesdienstbesucher und auch für die Ordnerdienste der jeweiligen Gottesdienste dar. Information, Akzeptanz und Durchsetzung sind hier die entscheidenden Faktoren für ein gutes Gelingen.“

110 Ehrenamtler sorgen für Ordnung

In diesem Zusammenhang sei es interessant zu wissen, dass aktuell 110 Ehrenamtler im Pastoralverbund Balve-Hönnetal Ordnerdienst leisten. „Ein nicht hoch genug zu bewertender Dienst am Nächsten, ohne den es seit Monaten und auch in absehbarer Zukunft keine Gottesdienste geben würde“, meinte Hablowetz.

Eine weitere Änderung in der beginnenden Winterzeit wird es beim Beheizen und Lüften der Kirchenräume geben. Mittlerweile sind Aerosole als Transportweg für Coronaviren erkannt. In Kirchen kann die Ansammlung und Verteilung von Aerosolen insbesondere durch geändertes Heizen und Lüften verringert werden. Durch Absenkung der Raumlufttemperatur auf zwölf Grad wird eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent erreicht. Diese Luftfeuchte mindere die Infektiosität der in den Aerosolen befindlichen Coronaviren. Ursache dafür ist der Salzgehalt im Aerosol.

Durch Ausschalten der Heizung in der Kirche 30 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes kann sich die Luft rechtzeitig vor Eintreffen der Besuchenden beruhigen. Dazu komme intensive Querlüftung. Sie sei die effektivste Art, die Virenfracht eines Raumes zu reduzieren. Die Zeit des Lüftens dürfe jedoch nicht zu lange sein, um beispielsweise die wertvolle Orgel nicht zu schädigen.

Gottesdienstbesucher sollten sich wegen der kühleren Temperaturen wärmer anziehen.

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