DAUERREGEN

Pegel steigen und steigen: Hönne-Bäume mit nassen Füßen

Wildes Wasser bei Wocklum

Wildes Wasser bei Wocklum

Foto: Marcus Bottin

Balve/Menden.   Das Wasser steigt und steigt und steigt. Kein Wunder beim nicht enden wollenden Regen. Die Hönne bewegt sich auf Hochwasser zu.

Die Regenzeit geht weiter. Auf ein verregnetes Wochenende mit minimaler Sonnenschein-Dauer folgte ein durchwachsener Montag. Auch wenn gelegentlich blauer Himmel überm Hönnetal zu sehen war – durchweg trocken war es dennoch nicht. Kein Wunder, dass die Pegel von Hönne und Ruhr weiter stiegen – und zwar sichtbar.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) vermeldete am Montag Hochwasser an der unterern Ruhr. „Erhöhter Wasserstand“ hieß es für die Hönne.

Demnach betrug der Höchststand des heimischen Flusses am Montagmorgen gegen 4.30 Uhr in Garbeck 1,06 Meter Wassertiefe. In Menden, flussabwärts, wurden in etwa zeitgleich 1,56 Meter gemessen. An beiden Pegeln fiel rasante Fließgeschwindigkeit auf. Am Nachmittag war der Wasserstand in Garbeck auf 96 Zentimeter gesunken, in Menden auf 1,36 Meter.

Dennoch ist der durchschnittlich gestiegene Wasserstrand nicht zu übersehen. Üblicherweise ist die Hochwassermarke 1 erreicht, wenn ein Teil der Ufer-Bäume im Wasser steht. Das war in weiten Teilen des Hönnelaufs der Fall, etwa in Wocklum, aber auch in Volkringhausen.

Tatsache ist, dass die in den 14 Tagen gefallenen Niederschlagsmengen in Balve schon jetzt das übliche Monatssoll übersteigen. Die Summe wurde auf der Internetseite „www.wetter-balve.de“ mit 101,8 Millimeter pro Quadratzentimeter angegeben. Üblich sind 86 Millimeter.

Allein zwischen Sonntag, 16 Uhr, und Montag, 16 Uhr, fielen nicht weniger als 13,6 Millimeter Niederschlag, meist als Regen, zwischenzeitlich aber auch als Schnee. Das Wetter soll kaum besser werden. Bis Donnerstag bleibt’s laut „www.wetter-balve.de“ nass, am Dienstag vermutlich meist flockig. Erst für Freitag erwarten heimische Meteorologen wieder einen trockenen Tag.

Ein kräftiger Wind pfeift

Grund für den ebenso feuchten wie milden Winter ist Großwetterlage. Der Mendener Meteorologe Peter Friedrich hat ihn auf seiner Interetseite „mendenwetter.blogspot. com“ kürzlich wieder genannt. Über Skandinavien liegt demnach ein kräftiges Tief, überm Ostatlantik wiederum ein fettes Hoch. Zwischen den gegensätzlichen Luftmassen pfeift kräftiger Wind – und bringt immer wieder Nässe mit.

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