KREISJÄGERSCHAFT

Pilzsammler sollten Balves Wild und Wald schonen

Balve Hacki Steinpilze Foto: Jürgen Overkott, 16.10.2019

Balve Hacki Steinpilze Foto: Jürgen Overkott, 16.10.2019

Balve.  Saison-Finale im tiefen Tann. Das mutmaßlich warme Wochenende lässt noch einmal Schwammerl sprießen. Jäger mahnen zu vorsichtigem Sammeln.

Jäger und Waldeigentümer sehen die neue Lust aufs Sammeln von Pilzen im heimischen Wäldern mit gemischten Gefühlen.

„Wir respektieren die Nutzung des Waldes, bitten aber darum, allgemein beim Betreten des Waldes Rücksicht auf das Wild zu nehmen und dieses nicht zu stören sowie die und Bestände von Jungpflanzen besonders zu schonen“, sagte die Vorsitzende der Märkischen Kreisjägerschaft, Maria Watermann, auf Anfrage der „Westfalenpost“. „Pilze sammeln scheint wohl momentan sehr effektiv und in Mode zu sein“, fügte sie hinzu.

Hintergrund: Der ebenso trockene wie warme Sommer sorgte für hohe Bodentemperaturen. Das Pilz-Wachstum wurde begünstigt durch einen ausgesprochen nassen Oktober. Die bisherige Niederschlagsmenge von 88,2 Milliliter pro Quadratzentimeter liegt deutlich überm langjährigen Mittel von 70 Millimetern. Der aktuelle Wert stammt von einer privaten Balver Wetterstation, die mit professionellem Equiment ausgestattet ist. Due Daten werden auf www.wetter-balve.de veröffentlicht. Obwohl die aktuellen Nachtfröste das Pilz-Wachstum vorübergehend gestoppt haben. besteht Hoffnung, dass das warme Wochenende Schwammerl-Nachschub liefert.

Herabfallende Äste, kippende Bäume

„Allerdings sollte man daran denken, dass es nur erlaubt ist, den Tagesbedarf abzudecken. Mehr ist, da es dann schnell kommerziell wird, nicht erlaubt“, meinte Maria Watermann.

Beim Pilze sammeln sieht sie noch ein weiteres Problem. Durch die Trockenheit und den Borkenkäferbefall besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch herabfallende Äste und stürzende Bäume.

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