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Prophecy-Festival: Meer von Metal-Fans in Balver Höhle

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Die Balver Höhle bebt: Blick in das zufriedene Publikum.

Die Balver Höhle bebt: Blick in das zufriedene Publikum.

Foto: Sven Paul

Balve.  Das Prophecy-Festival lockt Metal-Fans aus 22 Nationen für drei Tage nach Balve. Eindrücke vom Festival.

Die Balver Höhle bebt – das Prophecy-Festival lebt. Die Metal-Szene lockte Menschen aus 22 Nationen für drei Tage nach Balve. Am Sonntag endet die Sause mit der Abreise der Fans.

Für viele Balver war es ein Kulturschock im sonst so eigentlich friedlichen Balve, als am Wochenende rund 1100 meist in Schwarz und mit Kutten bekleidetet Menschen die sonst so idyllische Hönnestadt in ein Meer von Metal-Fans verwandelte.

Sogar Besucher aus Australien

Grund war die Veranstaltung des Prophecy-Festivals der gleichnamigen Labels von Martin Koller. Auch in diesem Jahr schaffte es der Veranstalter, Menschen aus 22 Ländern, sogar aus dem fernen Australien, in die mystische Atmosphäre der Balver Höhle zu locken. „Der Vorverkauf lief entgegen vieler anderer Veranstaltungen mehr als gut“, erklärt Pressesprecher Gunnar Sauermann der Westfalenpost beim Besuch der gelungenen Veranstaltung.

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Fast 1200 Tickets verkauft

Fast 1200 Tickets sind weltweit an die Fans dieser speziellen Musik gegangen. „Uns freut es, dass wir fast ausverkauft sind und auch alle gebuchten Bands hier auftreten können. Gerade unsere Veranstaltungsbranche hat es in den letzten Jahren hart getroffen, und umso mehr freut es uns, dass hier alles so gut läuft.“

Neben dem eigentlichen Festival in der Natur-Halle des Bergkönigs haben Fans, die es nicht nach Balve geschafft haben, die Möglichkeit, dass komplette Festival über einen Livestream zu verfolgen. „Dieses Angebot bieten wir schon seit Jahren an. Dadurch hat man auch die Möglichkeit, das Festival nach seiner Heimfahrt noch einmal auf unserem YouTube-Kanal anzuschauen und sich an die schöne Zeit zu erinnern“, erklärte Label-Chef Martin Koller.

Bereits am Donnerstag gab es einen gemütlichen Welcome-Abend mit Lagerfeuer-Romantik und akustischer Musik für die zahlreichen Fans, die es sich auf einem der Zeltstellplätze an der Balve Höhle gemütlich gemacht hatten. „800 Liter Freibier gingen durch die durstigen Kehlen. Das Ganze war eine gemütlicher und friedlicher Auftakt für das eigentliche Festival in der Höhle, wo dann die Musik doch etwas lauter wurde“, erzählte Organisator Sauermann.

Stimmung sehr friedlich und entspannt

Überhaupt war die Stimmung auf dem Gelände sehr friedlich und entspannt. „Die Fans dieser Gothic- und Dark-Folk-Musik sind was ganz Spezielles. Die achten genau auf die Musik und gehen in dieser völlig auf. Hier wird nicht gegrölt wie auf anderen Festivals. Die Zuschauer, welche ja extra aus der ganzen Welt sich nach Balve aufmachen, sind Genießer dieser Art von Musik. Obwohl sie manchmal für andere Menschen etwas wild und speziell aussehen, sind fast alle sehr friedlich und sehr umgänglich. Es sind einfach nur Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, die diese Art von Musik friedlich vereint.“

So ging es zwar auch lautstark, aber sehr gesittet vor der Bühne im Felsendom vonstatten.

Gemeinsam wurden hier die rund 24 Musikgruppen jeglicher Sparte der Folk-/Metal- und Gothic-Musik gefeiert.

Arthur Brown rockt auch mit 80

Bereits im Vorfeld hatte Labelgründer Martin Koller erklärt: „Während alles teurer wird, haben wir uns entschieden, das Risiko einzugehen und die Ticketpreise für das Prophecy-Fest 2022 stabil zu halten. Dieses Festival war schon immer dazu gedacht, Bands aus dem Roster unseres Labels zu präsentieren, und wir freuen uns, einige ausgewählte Publikumslieblinge des letzten Jahres zurückzubringen.“

Mit dabei war auch Publikumsliebling des Jahres 2021, The God of Hellfire, Arthur Brown. Er kehrte mit seinem neuen Album zurück, das anlässlich seines 80. Geburtstags erscheint. Er sorgte bereits wie im Vorjahr mit seiner spektakulären Feuershow für atemberaubende Momente in der Höhle, passend zu seinem großen Hit „Fire“ aus dem Jahr 1968. Auch die bei den Fans beliebte Band Empyrium stellte ihr beliebtes und äußerst inspirierendes zweites Album in voller Länge als Hommage an all ihre Fans der alten Schule vor.

Damit versprach Koller nicht zu viel, was man an den vielen zufriedenen Musikfans erkennen konnte.

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