Jägerschaft erschrocken

Reh im Garbecker Wald gerissen

Foto: Thomas Nitsche

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Garbeck.Entsetzen bei Jagdaufseher Stephan Honert: Durch reinen Zufall stieß er in seinem Bezirk auf ein zerfleischtes Reh. „Von einem Hund gerissen. Die Spuren waren eindeutig, ich habe ohne Zweifel Hundefährten im Morast gesehen.“

Honert stieß im Bereich der Platte, im Wald zwischen dem Gewerbegebiet Braukessiepen und der Bauernautobahn, die von Garbeck nach Langenholthausen führt, auf das tote Tier. Dieses Areal wird in letzter Zeit verstärkt von Hundehaltern für ihre Spaziergänge genutzt. Die Hunde laufen oft unangeleint durch den Wald, was gesetzlich erlaubt ist, solange sich der Vierbeiner im Einwirkungsbereich des Hundeführers bewegt.

Hier mahnt Honert jedoch zur Vorsicht: „Nimmt ein Hund Witterung auf und bricht sein Jagdinstinkt durch, ist es bei vielen Tieren so, dass es ihnen vollkommen egal wird, was Herrchen und Frauchen sagen, dann marschieren sie los.“ Noch schwieriger werde es mit dem Hund, der das Reh gerissen hat, er habe im wahrsten Sinne des Wortes nun Blut geleckt.

Honert möchte die Hundebesitzer sensibilisieren, weist darauf hin, dass die Jägerschaft den Bereich um die Platte verstärkt beobachtet. Jagdpächter in dem betreffenden Bezirk „Garbeck II“ ist Dr. Ludger Oberwalleney. Auch er gehe auf die Hundehalter zu. „Die meisten reagieren sehr verständnisvoll, leinen ihre Hunde an.“ Einige jedoch seien völlig uneinsichtig. „Ein Hundebesitzer sagte mir sogar: ,Der spielt nur mit den Rehen.’ Unglaublich!“, erzählt Honert.

Der aktuelle Fall ist zwar der einzig bekannte, doch Jagdaufseher Stephan Honert und die Jägerschaft wollen alles daran setzen, dass dies auch so bleibt. Honert: „Das ist zwar die allerletzte Maßnahme, die wir ergreifen. Aber in aller Deutlichkeit: Wenn ein Hund wildert, und wir sehen das, werden wir ihn erlegen.“

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