B 229

Sanssouci: Gebäude-Abriss verschoben – das ist der Grund

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Andreas Berg vom Landesbetrieb Straßenbau NRW zeigt die Gebäude in Sanssouci, die für den Bau der Umleitung abgerissen werden.

Andreas Berg vom Landesbetrieb Straßenbau NRW zeigt die Gebäude in Sanssouci, die für den Bau der Umleitung abgerissen werden.

Foto: Antonia Mertens / WP

Sanssouci.  Der Kreiselbau in Sanssouci wird zur unendlichen Geschichte. Der Abriss der Stockmeier-Gebäude verzögert sich. Das ist der Grund.

Der Abriss der Stockmeier-Gebäude in Sanssouci ist auf unbekannte Zeit verschoben worden. Das teilte Straßen-NRW-Sprecher Andreas Berg auf Nachfrage der Westfalenpost mit. Der Grund dafür sind fehlerhafte Unterlagen, die bei dem Märkischen Kreis eingereicht worden sind.

Geplant ist: Die Ortsumgehungsstraße wird parallel zur B 229 gebaut. In Sanssouci trifft sie auf die Mendener Straße durchs Hönnetal (B 515). Dort müssen einige Gebäude auf dem Stockmeier-Gelände abgerissen werden. Berg geht von fünf bis sechs Gebäuden aus. „Eventuell muss auch der Felsen abgetragen werden“, vermutet er. Zuvor waren bei biologischen Untersuchungen Fledermäuse gefunden worden. „Die Untersuchungen wurden abgeschlossen und die Fledermäuse umgesiedelt“, berichtete Berg. So konnte das Go für den Gebäudeabriss gegeben werden.

Das Verwaltungsgebäude der Firma Stockmeier und ein Wohnheim für Geflüchtete bleiben bestehen. Allerdings werden sowohl der alte Bahnhof in Sanssouci als auch einige Lager- und Fabrikhallen und Silos beseitigt, wie Berg erläuterte. Beginnen wird der Abriss mit dem Wohnhaus an der Helle 14. Der weitere Vorgang stehe noch nicht fest, berichtete der Sprecher.

Nach dem Abriss beginnt der Bau einer neuen Brücke über die Hönne. „Wenn das neue Bauwerk errichtet wurde, bleibt die alte Brücke erhalten und wird als Fußgänger- und Radwegbrücke genutzt“, berichtet Berg. Anschließend wird die neue Straße gebaut. Ein genauer Beginn der Straßenbautätigkeit könne jedoch noch nicht genannt werden, so Berg.

Da Stockmeier ein chemischer Betrieb ist, muss das Gelände auch während der Arbeiten abgesperrt sein. „Es wird eine neue Anbindung zu Stockmeier gebaut“, sagt der Sprecher.

Der Abriss kostet voraussichtlich 340.000 Euro. Durch die Rückvergütung der Rohstoffe in den Gebäuden kommt dieser Preis zustande. Verkauft wird großteils Eisen. Berg findet: „Das ist ein echtes Schnäppchen.“

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