Breitbandausbau

Schnelles Internet im Sommer 2018

Foto: Alexander Bange

Balve.   Es hat schon viele Termine gegeben, wann schnelles Internet das Stadtgebiet Balve erreichen soll.

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Deshalb warnte Bürgermeister Hubertus Mühling am Mittwoch in der Westnetz-Betriebsstelle in Balve davor, falsche Hoffnungen zu wecken. Westnetz-Sprecher Wieland Dierks legte sich aber fest: „Die Fertigstellung des Breitbandausbaus wird bis zum Frühsommer 2018 erfolgen. Wir stehen unter Zugzwang, haben aber selbst ein elementares Interesse daran, das gesteckte Ziel zu erreichen.“

3,2 Millionen Euro

Innogy, eine Tochtergesellschaft des deutschen Energieversorgers RWE, dreht am ganz großen Breitbandrad. Das Unternehmen verstärkt in den Balver Ortsteilen Garbeck, Höveringhausen, Langenholthausen, Mellen, Volkringhausen, Eisborn und Teilen von Balve die vorhandenen Telefonanschlüsse und investiert 3,2 Millionen Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes. Die Kernstadt ausgenommen – da ist die Telekom am Zuge.

„Breitband ist ein wesentlicher Infrastrukturfaktor“, sagt Bürgermeister Hubertus Mühling. „Von daher ist es eine gute Botschaft kurz vor Weihnachten, dass Innogy privatwirtschaftlich in das Glasfasernetz investiert. So kommt der Breitbandausbau doch schneller als erwartet.“ Die Stadt Balve stehe unterstützend zur Seite, zum Beispiel, wenn es um Aufbruchgenehmigungen gehe.

Modernste Bohranlage der Welt

Im Stadtgebiet Balve wird schon längst „gebuddelt“. Leerrohre sind etwa von der Melscheder Mühle in Richtung Mellen oder in der Grübeck verlegt worden. Das Bauunternehmen Arslan setzt dafür nach Auskunft von Resat Arslan die „modernste Bohranlage der Welt“ mit einem Wert von etwa 700 000 Euro ein und trifft im Sauerland auf besonders felsigen und steinigen Boden.

Im Dezember wird Westnetz im Auftrag der Innogy TelNet und in Kooperation mit der Stadt und den beauftragten Tiefbauunternehmen Darsenbrock und Arslan zunächst von Balve aus Richtung Garbeck Leerrohre über 28 Kilometer verlegen. Im Anschluss werden Glasfaserkabel für den schnellen Internet-Zugang eingezogen. Im nächsten Jahr werde das Vorhaben mit der Gaserschließung in Langenholthausen verknüpft. Über Eisborn und Asbeck soll 2018 auch „ein großer Teil von Menden“ erschlossen werden, wie Westnetz-Projektplaner Reinhard Igel berichtet. Eine Herausforderung sei die Verlegung der Rohre und des Glasfaserkabels rund um den Kreisverkehr in Wocklum (Kallerheim) im Zuge der geplanten Weiterführung der Bundesstraße entlang des Stockmeier-Gebäudes. Reinhard Igel: „Hier müssen wir uns mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW abstimmen.“

Bis zu 120 MBit/s

Durchgeführt wird ein FTTC-Ausbau („Glasfaser bis zum Bordstein“. Dabei wird das Glasfaserkabel bis zu den grauen Schaltkästen der Telekom am Straßenrand gelegt. An 37 bestehenden Kabelverzweigerkästen der Deutschen Telekom werden neue Schaltschränke installiert. Nach dem Ausbau sollen im Frühsommer 2018 über die Kupferleitungen der Telekom Datenübertragungsraten von 60 bis zu 120 MBit/s zur Verfügung stehen.

Der Endverbraucher entscheidet, ob er Kunde der Telekom oder Kunde von Innogy bleibt oder wird. Zu einer zentralen Informationsveranstaltung will das Unternehmen in Neuenrade und Balve einladen.

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