Kirche

Schüler in Uganda brauchen Hilfe aus Garbeck

Dr. Cosmas Alule ist wieder in Garbeck.

Foto: Katharina Rüth

Dr. Cosmas Alule ist wieder in Garbeck. Foto: Katharina Rüth

Garbeck.   Für Monsignore Dr. Cosmas Alule ist der alljährliche Besuch im Hönnetal wie ein Heimkommen zu Freunden.

Seit mehr als 19 Jahren reist der Geistliche aus Uganda im Sommer ins Hönnetal. Der Rektor des Priesterseminares der Stadt Gulu übernimmt im Pastoralverbund Balve-Hönnetal die Urlaubsvertretung für die Geistlichen und sagt „Ich sehe den Besuch hier in Balve als ein wenig Zeit zur Entspannung.“ Und das, obwohl er im Hönnetal viele Aufgaben hat. Fast jeden Tag hält er in der Umgebung eine Messe, trifft alte Bekannte und Freunde und kümmert sich um die Organisation der Projekte in Verbindung mit dem Ugandakreis der Kolpingfamilie Garbeck.

Die Kirche ist in Uganda sehr wichtig

Als Rektor des Priesterseminares führt Dr. Cosmas Alule 19 Professoren, neun Nonnen und 202 Studenten. „Die Kirche und die Priester sind in Uganda sehr wichtig. Die Menschen suchen Zuflucht in der Kirche, da der Staat schwach ist und es eine schlechte Politik und Korruption gibt“, sagt Dr. Cosmas Alule. Die Priester unterstützen die Bewohner dabei Krankenhäuser zu bauen, helfen bei der Schulausbildung und bei der Landwirtschaft.

Schulpatenschaften

2002 hat sich in Garbeck der Ugandakreis der Kolpingfamilie Garbeck gebildet, der die Arbeit von Alule unterstützt. Der Ugandakreis hilft Schulpatenschaften mit Kindern in Uganda aufzubauen und Spenden für Projekte zu sammeln. In den vergangenen Jahren konnten dadurch zwei Bäckereien aufgebaut und ein Traktor gekauft werden. Außerdem inspirierten die Garbecker die Menschen in Uganda, so dass sich in der Heimatstadt von Dr. Cosmas Alule bereits zehn Kolpingsfamilien gegründet haben.

In diesem Jahr sammelt der Priester aus Afrika Spenden für die Unterstützung einer Grundschule für Migranten. In Uganda gibt es viele Flüchtlinge, die oftmals aus dem Süd-Sudan kommen. Dort herrschen Bürgerkrieg und Hungersnot. Mit dem Geld soll der Bau von Wohnungen für die Lehrer, das Gehalt der Lehrer und die Aufbereitung der Klassenräume ermöglicht werden.

Gemeinsamkeiten

Die Dörfer in Uganda und Deutschland sind nicht miteinander zu vergleichen. „Manchmal sind die Häuser ein bis zwei Kilometer voneinander entfernt. Außerdem gibt es in Uganda nur in den Städten eine soziale Struktur, was bedeutet: keine Supermärkte, keine Krankenhäuser, keine Industrie.“

Eine der Gemeinsamkeiten ist, dass die Dörfler in Uganda genauso gerne feiern wie hier in Deutschland. „Die Leute kommen von weit her, nur um bei einem Volksmarkt dabei zu sein. Dieser Markt findet jede Woche statt, ist jedoch in jedem Dorf an einem anderen Tag. Es wird dort getanzt und Musik gemacht“, sagt Dr. Cosmas Alule.

Informationsabend

Oft haben die Menschen, die in Uganda auf dem Land leben, keinen Strom und kein Internet. Dr. Cosmas Alule meint dazu: „Kein Strom - das ist vor allem im Priesterseminar ein Problem, da man dann keine Computer und Telefone mehr benutzen kann.“ Das Schlimmste sei, dass die Wasserversorgung bei Stromausfällen zusammenbreche, da die Turbinen mit Strom angetrieben würden.

Wer mehr über das Leben der Menschen in Uganda erfahren möchte, ist am 9. August, um 19.30 Uhr, im Pfarrheim Balve zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem Dr. Cosmas Alule die verschiedenen Projekte in dem afrikanischen Land vorstellt.

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