BALVE

Schweigen im Ausschuss: Schnadt für Verkleinerung des Rates

Auf der Hönnetalstraße war in den Sommerferien die Hölle los. 

Auf der Hönnetalstraße war in den Sommerferien die Hölle los. 

Foto: sven paul / WP

Balve.  Das Verkehrschaos in den Ferien war Thema im Ausschuss. Doch eine Debatte blieb aus. UWG-Chef Lorenz Schnadt fordert eine Verkleinerung des Rates.

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UWG-Fraktionsvorsitzender Lorenz Schnadt schlägt eine Verkleinerung des Rates vor. Er reagiert mit Unverständnis auf den Verlauf der Debatte im Ausschuss Umwelt, Planung, Bau über das baustellenbedingte Verkehrschaos im Stadtgebiet während der Sommerferien. Verwaltungschef Bürgermeister Hubertus Mühling hatte seine Sicht der Dinge vorgestellt. CDU und SPD nahmen seine Stellungnahme schweigend zur Kenntnis. Schnadt ist Ausschussvorsitzender.

Er fragt in einer Stellungnahme in Anspielung auf den Ex-Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni: „Haben CDU und SPD fertig in Balve?“ Kein Thema sei in Balve so intensiv und ausgiebig in den letzten beiden Jahren diskutiert worden wie das Thema straßenverkehrsrechtliche Anordnungen mit Blick mit dem Bau des Minikreisels 2018 und den Baustellen insbesondere auf der B 229 in diesem Jahr. Sowohl in der Presse, aber auch in den sozialen Netzwerken sei das Thema „stets präsent“ gewesen. „Eine nie dagewesene Masse an Menschen“ habe sich an der Debatte beteiligt – meist verärgert.

„Widerhall“ erwartet

Schnadt hatte erwartet, dass die Anfrage seiner Fraktion an die Verwaltung auch „Widerhall bei den gewählten Vertretern von CDU und SPD gefunden hätte“. Stattdessen vernahm er „nur großes Schweigen in den Reihen der beiden Parteien“: keine Nachfrage beim vortragenden Bürgermeister, keine Stellungnahme. Auch seine Frage an die Ausschussmitglieder, ob es Vorschläge gäbe, wurde wiederum mit Schweigen quittiert. Erst als die UWG ein offizielles Protestschreiben an den Kreis vorschlug, hieß es im Ausschuss, zuerst solle ein Vertreter der angesprochenen Behörde in der nächsten Sitzung angehört werden.

Schnadt fragt, warum 32 Ratsmitglieder nötig seien, „wenn schon die Hälfte davon ihren verfassungsgemäßen Aufgaben nicht mit der nötigen und dem Thema angemessenen Motivation“ nachgehe.

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