LEADER-PROJEKT

SG Balve-Garbeck macht bald großes Kino

Balve Neuenrade  Sundern  Arnsberg  Leader  Lars Morgenbrod (lks) Sven Schneider  Praktikantin Leonie Schütz (C) Jürgen Overkott, 22.5.2019

Balve Neuenrade  Sundern  Arnsberg  Leader  Lars Morgenbrod (lks) Sven Schneider  Praktikantin Leonie Schütz (C) Jürgen Overkott, 22.5.2019

Balve.   Jetzt amtlich: Das Leader-Programm fördert ein rollendes Open-Air-Kino der SG Balve/Garbeck. Die Leader-Regionalmanager standen Rede und Antwort.

Von den vier Städten in der Leader-Region haben drei kein eigenes Kino. Die Jugend vom SG Balve/Garbeck will Abhilfe schaffen – mit einem Open-Air-Kino auf Rädern. Damit sollen Filmvorstellungen in der gesamten Bürgerregion am Sorpesee möglich werden. Andere Vereine und Träger können die Ausrüstung gegen Gebühr ausleihen. So kann die gesamte Region profitieren. Die Projektträger erhalten 78.000 Euro Fördergeld aus Leader-Topf der EU. In diesem Jahr soll es bereits mit einer Testphase losgehen. Fragen an Balves neuen Regionalmanager Sven Schneider und seinen Kollegen Lars Morgenbrod.

Wenige Tage vor der Europawahl: Wie hoch wird die Wahlbeteiligung?

Sven Schneider: Ich bin von Grund auf Optimist.

Brexit zum Trotz?

Lars Morgenbrod: Vielleicht gerade deswegen.

Europa ist keineswegs weit weg, sondern durch das regional verankerte Leader-Projekt sehr nah. Wie erklären Sie sich die Begeisterung für das Leader-Programm?

Sven Schneider: Ich bin relativ frisch dabei. Bestimmt trägt die Arbeit des Leader-Management und die Arbeit des Vereins „Bürgerregion Sorpesee“ dazu bei, weil die EU dadurch ein Stück nahbarer wird. Dadurch entsteht ein Bezug zur EU. Mit den Fördergeldern werden ganz tolle Projekte umgesetzt, die den Menschen nützen.

Die Sache lebt von Bürger-Engagement. Wie stark muss es angeschoben werden?

Lars Morgenbrod: Es muss erst mal kommuniziert werden. Wenn Sie den Menschen abends um acht im Gasthof erklären, was das Förderprogramm bedeutet, blicken Sie erst mal in irritierte Gesichter. Das Programm ist ein bürokratisches Instrument. Das muss erst mal verstanden werden. Was hilft: Wenn erst mal ein Projekt entstanden ist, Medien darüber berichten...

....und die Menschen in der Nachbarschaft darüber reden...

...dann kommen andere Leute und sagen: Ich habe auch eine schöne Idee. Da kam bei uns die Leader-Förderung sehr schnell ins Rollen.

Die neueste Leader-Idee verspricht großes Kino. Worum geht es dabei?

Sven Schneider: Der Projektträger will ein Open-Air-Kino verwirklichen. Dazu braucht er einen leistungsstarken Beamer und eine großflächige Leinwand, die gibt es inzwischen sogar in „aufblasbar“.

Da habe ich gerade etwas gelernt.

Das Equipment kann man später leihen. Deshalb gehört auch ein Anhänger für Bestuhlung und Bänke dazu. Vielleicht gehört auch eine Popcorn-Maschine dazu.

Jugendarbeit auf Rädern...

...und Kulturarbeit auf Rädern. Die charmante Idee darin: Das Ganze kann über Balves Stadtgrenzen hinaus gebracht werden. Es kann zur Vernetzung von Balve, Neuenrade, Sundern und Arnsberg beitragen.

Ist es die erste Projektidee, die in allen beteiligten Städten läuft?

Lars Morgenbrod: Wir haben viele überregionale Projektideen wie „PowerUp!“ – es ist ein Projekt am Sorpesee, dass sich alle Jugendlichen in der Bürgerregion richtet.

Aber das Open-Air-Kino ist das erste mobile Projekt.

Das ist schon eine Besonderheit. Es kann überall eingesetzt werden.

Wann startet das Projekt?

Sven Schneider: Es gibt schon einen Zeitstrahl. Es gibt aber auch noch einiges zu klären. Der ambitionierte Plan des Projektträgers ist, noch in diesem Jahr zu starten.

Okay, Sie haben den Menschen Leader erklärt. Helfen Sie Ihnen auch bei der Umsetzung?

Das ist eine Kernaufgabe von uns Regionalmanagern. Mein Eindruck bislang: Wenn die Idee geboren ist, fängt unsere Arbeit an. Das ist so etwas wie Hebammenarbeit.

Lars Morgenbrod: Der Projektträger geht selbst zur Bezirksregierung. Wir stehen ihm aber beratend zur Seite.

Das Leader-Programm soll verlängert. Wird es vor Ort fortgesetzt?

Sven Schneider: Wir haben positive Signale von allen Beteiligten erhalten. Wir können uns vorstellen, dass sich die Region wieder um das Programm bewirbt.

Sie haben sich bei Leader beworben. Warum?

(lacht) Es gab zu Lars und Annika (Kabbert; Sven Schneiders Vorgängerin; Red.) einen guten Kontakt. Wir haben uns im Rahmen eines Leader-Projekts kennengelernt. Das ist der eine Grund. Der andere Grund ist: Die Kernidee des Regionalmanagements fand ich sympathisch – die Zusammenarbeit mit verschiedensten Zielgruppen.

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