SORPEREGION

So bringen zwei Balver Hollywood ins Sauerland

 Robin Vorsmann (links) und Hape Drilling bringen Hollywood in die Sorpe-Region - mit mobilem Kino. 

 Robin Vorsmann (links) und Hape Drilling bringen Hollywood in die Sorpe-Region - mit mobilem Kino. 

Foto: Leader

Balve.  Der Plan reifte lange. Jetzt gibt’s Ergebnisse. Das mobile Kino von Robin Vorsmann und Hape Drilling kommt. Was geplant ist.

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Das Sauerland-Kino startet im Juni 2020 in der Balver Höhle. Hans-Peter Drilling und Robin Vorsmann machen mobiles Kino für Balve und die Region. Leader-Mittel der EU zur Förderung des ländlichen Raums machen’s möglich.

So sieht der Plan der beiden Macher aus: An einem Juni-Wochenende im nächsten Jahr soll zum ersten Mal das Sauerland-Kino Publikum locken. Voraussichtlich vom 25. bis zum 28. Juni 2020 wollen zwei Balver Jungs ein neues mobiles Open-Air-Kino in der Balver Höhle präsentieren. Dazu stellen sie einen Antrag auf eine Leader-Förderung aus Arnsberg.

Der Plan ist nicht ganz ganz neu. Langer Atem bringt Drilling und Vorsmann weiter.

Der Plan

Auf Dauer soll das Angebot von Vereinen sowie auf verschiedenen Veranstaltungen genutzt werden und sich in der Region etablieren. Etwas zu beißen gibt es auch: „Ganz sicher aber Popcorn, das ist doch selbstverständlich“, lacht Drilling. Die Kino-Idee sei wie so oft im Sauerland „beim Bierchen“ entstanden. Robin Vorsmann erzählte Hape Drilling vom Open-Air-Kino in seinem ehemaligen Studienort Würzburg. Das sei bei jungen Leuten unheimlich beliebt. „Danach hat Hape mir beim nächsten Aufeinandertreffen quasi den fertigen Förderantrag und ein ausführliches Konzept vor die Nase gehalten“, erklärt Robin Vorsmann. Im Folgenden haben sich beide gemeinsam an die Feinarbeit gemacht und Gespräche geführt.

Die Motivation

„Spannende Angebote wie Open-Air-Veranstaltungen gibt es häufig in Großstädten, aber nicht so oft in unserer Region“, so die jungen Balver. „Wir brauchen Veranstaltungen mit dem gewissen Lifestyle-Faktor auch auf dem Land. Viele fahren nach Dortmund oder andere Großstädte für spezielle Angebote. Darum wird es immer wichtiger, vor Ort etwas zu machen“, meint Vorsmann. Das Freizeitangebot besonders für Jugendliche in der Region wird somit spürbar erweitert und aufgewertet. Bestehende Veranstaltungen wie Stadtfeste, Sportfeste oder Kulturformate können um das Kino erweitert und aufgefrischt werden.

Das Premierenwochenende

Den Auftakt soll das Wochenende in der Balver Höhle machen. In den Sommermonaten 2020 soll dann die Open-Air-Saison beginnen. „Wir haben schon viele Ideen, wie der Ablauf für das Wochenende sein soll,welche Filme man zeigen könnte und wie ein interessantes Rahmenprogramm aussehen könnte“, erklärt Drilling.

Die Helfer

Auch Helfer sind noch herzlich willkommen. Einige Mitstreiter konnten sie bereits gewinnen. In der nächsten Zeit soll nun ein kleines schlagfertiges Team aufgebaut werden. Wer Lust hat mitzuarbeiten – ega lin welcher Weise, von Technik bis zum Popcorn-Verkauf – könne sich gerne bei Robin Vorsmann unter Telefon 0151-41420333 melden.

Das Projekt

Beim örtlichen Sportverein SG Balve/Garbeck soll das Projekt angesiedelt werden. Das Werben um Talente kennt Drilling auch als Jugendleiter der Sportgemeinschaft: „Das passt gut, weil wir uns natürlich auch bei der SG damit beschäftigen, wie wir die Kinder und Jugendlichen für uns begeistern können – und was wir ihnen bieten können.“ Auf breite Rückendeckung aus verschiedenen Richtungen können Drilling und Vorsmann schon zählen. „Es freut uns sehr, dass die Stadt Balve in Person von Bürgermeister Hubertus Mühling und Christian Wulf vom Balver Jugendzentrum uns Unterstützung zugesagt haben. Auch Stephanie Kißmer vom Stadtmarketing hat uns fleißig unter die Arme gegriffen und bereits gemeinsam mit uns nach coolen Einsatzmöglichkeitengesucht“, so die beiden Kino-Macher. Auch aus der Balver Wirtschaft gibt es bereits Unterstützungszusagen. Der Plan sieht vor, ein Equipment-Paket anzuschaffen, welches Kino-Vorstellungen im Außenbereichermöglicht. Das Equipment wird mobil sein, so dass Filmvorstellungen in der gesamten Leader-Region stattfinden können.

Die Nutzung

Andere Vereine und Träger können gegen eine überschaubare Leihgebühr das Equipment ausleihen, so dass das Freilicht-Kino in den Sommermonaten auf Tour gehen kann. So können auch andere Vereine mit eigenen Veranstaltungen und die gesamte Region profitieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Kino sollen nicht nur Block Buster gezeigt werden, sondern es soll vor allem auch verschiedene Kooperationsmöglichkeiten bieten. Kulturkino, Bildungskino, Seniorenkino, Heimatfilmvorstellungen, Sportübertragungen oder Jugendkino sind nur einige Schlagwörter für das mobile Filmangebot. Im Zeitalter von digitalen Medien und Streaming-Diensten ist es besonders wichtig, ein außergewöhnliches Angebot zu schaffen. Als Location eignen sich speziell die vielen Kunstrasenplätze hervorragend. So bietet das mobile Kino speziell den Sportvereinen die Möglichkeit, Kinobesucher auf eine bequeme Liegefläche mit Picknick-Charakter einzuladen und Filme in der Dämmerung zu präsentieren. Darüber hinaus kann das Equipment beispielsweise auch genutzt werden, um in Schulen, Schützenhallen, an der Sorpe oder der Balver Höhle Vorstellungen zu spielen. Viele verschiedene Veranstaltungsorte und -konzepte sind denkbar, wobei der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind.

Die neue Plattform für die Region

Darüber hinaus entsteht eine gänzlich neue Werbe- und Kommunikationsplattform für Unternehmen, Vereine und die Region an sich. Firmen können um Auszubildende werben, Einzelhändler für regionale Produkte oder Vereine um neue Mitglieder. Das Sauerland-Kino bietet der Leader-Region neuartige Möglichkeiten, Menschen zu erreichen, sich untereinander zu vernetzen und den Bekanntheitsgrad dessen, was alles Spannendes vor der eigenen Haustür passiert, zu erhöhen. Gezielt können beispielsweise Vereine sich Kindern und Jugendlichen bei Kino-Veranstaltungen präsentieren oder Heimatspots das Zusammengehörigkeitsgefühl rund um den Sorpesee stärken.

Die Förderung

Die erste wichtige Hürde haben die beiden Balver bereits genommen. In einer Sitzung der „Lokalen Aktionsgruppe“ (LAG) wurde ihr Antrag positiv aufgenommen und der Bezirksregierung zur Förderung empfohlen. Die Förderanträge, die bei der Bezirksregierung in Arnsberg eingereicht werden sollen, werden in den nächsten Wochen zu Ende geschrieben. Drilling und Vorsmann einmütig: „Die beiden Regional-Manager Lars Morgenbrod und SvenSchneider haben uns hier wunderbar unterstützt.“

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